Börse USA Handelseröffnung | Mittwoch, 10. März 2010 17:15 | 76431

New York - Gewinne bei den Finanzwerten haben dem US-Aktienmarkt ins Plus verholfen. Schnäppchenjäger hätten Händlern zufolge besonders bei den Unternehmen zugegriffen, die vom Staat gestützt worden seien. Diese Firmen sollten von einer wirtschaftlichen Erholung besonders profitieren, hiess es. Auch eine geplante Übernahme im Pharmabereich habe die Stimmung der Anleger aufgehellt.



US-Eröffnung: Freundlich - Finanztitel gefragt, Übernahmefantasie

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Der Dow Jones baute seine Vortagesgewinne aus und legte um 0,28 Prozent auf 10.593,93 Zähler zu. Für den S&P-500-Index ging es um 0,58 Prozent auf 1.147,01 Punkte hoch. An der Nasdaq stieg der Composite-Index um 0,79 Prozent auf 2.359,06 Zähler. Der Auswahlindex Nasdaq-100-Index verbesserte sich um 0,78 Prozent auf 1.916,12 Punkte.

Im Dow gehörten Finanzwerte zu den grössten Gewinnern. So stiegen die Papiere der Bank of America an der Index-Spitze um 2,74 Prozent auf 17,26 US-Dollar. Aktien von JPMorgan legten dahinter um 2,26 Prozent auf 43,38 Dollar zu.

Für Anteilsscheine des ehemaligen Dow-Wertes Citigroup gaben Anleger 4,45 Prozent mehr aus und bezahlten 3,99 Dollar. Das staatlich gestützte Unternehmen besorgt sich frisches Geld und verkauft seine Immobilientochter. Citi Property Investors geht laut mehreren Medienberichten an den Finanzinvestor Apollo Management. Die 65 Gebäudekomplexe in 26 Ländern sind mit 12,5 Milliarden Dollar (9 Milliarden Euro) in den Büchern der US-Grossbank bilanziert. Die Schulden abgezogen, liegt der Wert Us-Medien zufolge noch bei 3,5 Milliarden Dollar.

Branchenkenner erwarten in den kommenden Monaten bei der Citigroup weitere Verkäufe. Die Bank teilt dieses Schicksal mit dem einst weltgrössten Versicherungskonzern American International Group (AIG) , der sich ebenfalls von Filetstücken trennen muss, um seine Rechnung beim Steuerzahler zu begleichen. AIG-Titel schnellten um 9,98 Prozent auf 36,04 Dollar in die Höhe.

Aktien des Hypothekenfinanzierers Fannie Mae gewannen 3,74 Prozent auf 1,11 Dollar. Der Konzern hatte im abgelaufenen Jahr einen gigantischen Verlust aufgetürmt und ist weiterhin auf die Hilfe des Steuerzahlers angewiesen.

Wie am Vorabend nach US-Börsenschluss bekannt wurde, will der Pharmakonzern Abbott Laboratories das Biotech-Unternehmen Facet Biotech übernehmen. Abbott bietet 27 Dollar pro Aktie oder insgesamt rund 450 Millionen Dollar. Damit sticht Abbott das feindliche Übernahmeangebot des US-Konzerns Biogen Idec vom vergangenen Jahr aus. Titel von Facet Biotech sprangen um 65,91 Prozent auf 26,96 Dollar in die Höhe, während Abbott-Aktien um 0,86 Prozent auf 55,27 Dollar zulegten. Biogen-Titel gewannen 1,21 Prozent auf 58,54 Dollar.

Im Technologiesektor rückten zudem die Anteilsscheine von Google in den Blick. Der Internetsuchmaschinen-Betreiber verstärkt seinen Angriff auf das Kerngeschäft von Microsoft und eröffnet für sein Bürosoftware-Angebot "Google Apps" einen Online-Marktplatz. Googles Geschäftskunden können über "Google Apps Marketplace" ab sofort auf zahlreiche Anwendungen von Dritt-Entwicklern zugreifen. Google-Aktien stiegen um 1,47 Prozent auf 568,42 Dollar. Die von Microsoft legten etwas weniger stark zu und rückten um 0,80 Prozent auf 29,03 Dollar vor. (awp/mc/pg/26)



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    New York - Die staatlich gestützte Citigroup besorgt sich frisches Geld. Sie verkauft ihre Immobilientochter und zapft den Kapitalmarkt an. Die Immobiliensparte Citi Property Investors geht gemäss Medienberichten an den Finanzinvestor Apollo Management. Die 65 Gebäudekomplexe in 26 Ländern sind mit 12,5 Mrd. Dollar in den Büchern der US-Grossbank bilanziert.
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