Finance News | Mittwoch, 10. März 2010 13:25 | 76423

New York - Die staatlich gestützte Citigroup besorgt sich frisches Geld. Sie verkauft ihre Immobilientochter und zapft den Kapitalmarkt an. Die Immobiliensparte Citi Property Investors geht gemäss Medienberichten an den Finanzinvestor Apollo Management. Die 65 Gebäudekomplexe in 26 Ländern sind mit 12,5 Mrd. Dollar in den Büchern der US-Grossbank bilanziert.



Citigroup füllt klamme Kasse auf

76423img
 Citigroup-CEO Vikram Pandit.
 

Die Schulden abgezogen, liegt der Wert nach Angaben der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg noch bei 3,5 Milliarden Dollar.

2 Mrd. Dollar über Anleihen
Weitere bis zu 2 Milliarden Dollar will sich die Citigroup laut Bloomberg über die Ausgabe von neuen Anleihen beschaffen. Nachdem sich die Lage an den Finanzmärkten beruhigt hat, sind Investoren wieder bereit, den Banken ihr Geld zu leihen. Die Investoren dürfen sich dafür auf einen satten Ertrag von rund 9 Prozent freuen. Die Citigroup muss deshalb so tief in die Tasche greifen, weil sie zu den Verlierern der Finanzkrise gehört, was ein höheres Risiko für die Geldgeber bedeutet.

Staat weiterhin grösster Citigroup-Anteilseigner
Der Staat hatte die Bank in der Krise mit 45 Milliarden Dollar stützen müssen und ist mit 27 Prozent immer noch der grösste Anteilseigner. Über Spartenverkäufe und eine Kapitalerhöhung hat die Citigroup einen Teil ihrer Schulden bereits getilgt. Branchenkenner erwarten in den kommenden Monaten weitere Verkäufe. Die Citigroup teilt dieses Schicksal mit dem einst weltgrössten Versicherungskonzern American International Group (AIG) , der sich ebenfalls von Filetstücken trennen muss, um seine Rechnung beim Steuerzahler zu begleichen. (awp/mc/pg/20)



• Citigroup


  • US-Eröffnung: Freundlich - Finanztitel gefragt, Übernahmefantasie
    New York - Gewinne bei den Finanzwerten haben dem US-Aktienmarkt ins Plus verholfen. Schnäppchenjäger hätten Händlern zufolge besonders bei den Unternehmen zugegriffen, die vom Staat gestützt worden seien. Diese Firmen sollten von einer wirtschaftlichen Erholung besonders profitieren, hiess es. Auch eine geplante Übernahme im Pharmabereich habe die Stimmung der Anleger aufgehellt.
  • US-Schluss: Freundlich - Finanzwerte legen zu, gute Daten
    New York - Die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung hat die US-Börsen am Mittwoch gestützt. Anleger griffen vor allem bei Bankaktien und Technologiewerten zu, da diese Händlern zufolge am schnellsten von einem bevorstehenden Aufschwung profitieren könnten. Auch jüngste Konjunkturdaten wurden positiv aufgenommen.
  • Citigroup: US-Regierung will nach Rettung aussteigen
    New York - Der Ausstieg der US-Regierung bei der mit Steuergeldern geretteten Citigroup rückt näher. Schon im April könnte die US-Regierung nach Bloomberg-Informationen ihre konkreten Pläne präsentieren. Börsianer wollen vor allem wissen, wann genau, zu welchem Preis und in welchem Umfang sich der Staat von seinem 27-%-Anteil an der Grossbank trennt.
  • Citigroup muss wieder auf eigenen Beinen stehen
    New York - Jetzt ist es amtlich: Die US-Regierung will sich im Jahresverlauf komplett aus der mit Steuergeldern geretteten Citigroup zurückziehen. Die rund 7,7 Mrd gehaltenen Aktien sollen "geordnet und mit Bedacht" verkauft werden. Die genauen Schritte werden in einem Plan festgeschrieben, um mögliche Mauscheleien von vornherein auszuschliessen.


Print Email


Und ausserdem...