Finance News | Mittwoch, 10. März 2010 update 08:32 | 76387

Zürich - Die Swiss Re schätzt die eigene Schadenbelastung durch das Erdbeben in Chile auf etwa 500 Mio USD und jene durch den Wintersturm Xynthia, der über Europa zog, auf 100 Mio USD. Die Unsicherheiten bei der Schadenschätzung nach Katastrophen wie solchen in Chile seien allerdings beträchtlich, teilt der Rückversicherer am Mittwoch mit.



Swiss Re: Schadenbelastung in Chile von 500 Mio Dollar

76387img
 Nicht nur das Beben, sondern auch der nachfolgende Tsunami hinterliessen in Chile verheerende Schäden.
 

Die gegenwärtige Schätzung stehe daher unter dem Vorbehalt von Änderungen aufgrund neuer Erkenntnisse. Das Erdbeben der Stärke 8,8 traf Chile am 27. Februar 2010. Es habe Hunderte von Menschen das Leben gekostet und erhebliche Sachschäden auf einem Küstenstreifen von 600 Kilometer Länge verursacht. Swiss Re schätzt, dass die gesamten Versicherungsschäden für die Versicherungswirtschaft durch dieses Erdbeben im Bereich von 4,0 bis 7,0 Mrd USD liegen werden.

Xynthia hinterlässt Spur der Verwürstung
Der heftige Wintersturm Xynthia habe Westeuropa in der Zeit vom 26. bis 28. Februar 2010 auf einer recht ungewöhnlichen Route von Südwest nach Nordost überquert, so die Mitteilung. Seine Spitzenstärke erreichte der Sturm in Nordspanien und Frankreich. Während die Geschwindigkeiten der Spitzenböen deutlich unter jenen der Winterstürme Lothar und Klaus blieben, löste Xynthia starke Sturmfluten entlang der französischen Atlantikküste aus.
Sowohl Wind- als auch Überschwemmungsschäden seien in den von Xynthia betroffenen Ländern in der Regel durch länderspezifische staatliche Versicherungsprogramme sowie durch den privaten Versicherungssektor abgedeckt. (awp/mc/ps/02)



• Swiss Re


  • Aktienfokus Swiss Re: Kosten für Naturkatastrophen belasten
    Zürich - Die Aktien von Swiss Re haben am Mittwoch nach einem sehr schwachen Beginn bis um 11 Uhr die Kursverluste deutlich abgebaut. Der Rückversicherer gab heute Morgen bekannt, dass für die Naturkatastrophen in Chile und Europa von Ende Februar insgesamt rund 600 Millionen Dollar an Schadenbelastungen anfallen werden.
  • CH-Schluss: Gehalten - Finanztitel und Zykliker gesucht
    Zürich - Der Schweizer Aktienmarkt schloss gehalten. Der SMI beendete den Handel nach Kursschwankungen in enger Bandbreite und einem im Verlauf erzielten neuen Jahreshoch kaum verändert. Nachdem der Markt nach einer höheren Eröffnung über weite Strecken leicht im Minus gelegen hatte, stützte in der Schlussphase eine vorwiegend unter dem Einfluss von Finanzvaloren leicht anziehende New Yorker Börse.
  • Hannover Rück verdient 2009 so viel wie noch nie
    Hannover - Der weltweit viertgrösste Rückversicherer Hannover Rück sieht sich wie die Munich Re trotz der hohen Kosten für das Erdbeben in Chile und den Wintersturm "Xynthia" auf Kurs: "Wir gehen weiterhin davon aus, dass das Eigenkapitalrenditeziel von mindestens 15 Prozent trotz der jüngsten Grossschäden nicht gefährdet ist."


Print Email


Und ausserdem...