Finanz-Glosse | Donnerstag, 20. August 2009 07:58 | 67500

«An der Wallstreet scheint man trotz Krise wieder zur Tagesordnung des Hochgeschwindigkeits-Programm-Day-Tradings übergegangen zu sein, wobei man bei Goldman Sachs die spezielle Spielart des Gewinnens ohne Risiko kreiert hat. Ein Tor wer glaubt, dass hier alles mit rechten Dingen zugehen kann, wenn man in nur 100 Handelstagen Milliardengewinne einfährt.»



Artur P. Schmidt: Werden die USA von einer Bankenmafia regiert?

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 «The Godfather» neu an der Wall Street aufgeführt?
 

Von Artur P. Schmidt
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Finanzoligopole
Im Jahr 2008 ist das globale Finanzsystem völlig zusammengebrochen. Was wir erleben durften waren unsinnige, sozialistische Bailouts die einige wenige Finanzoligopole wie Goldman Sachs, JP Morgan Chase, Bank of America schufen, während andere Player wie Bear Stearns, Lehman Brothers und Merrill Lynch gnadenlos in den Untergang getrieben wurden. Um angeblich den Kapitalismus zu retten wurde Geld ohne Limit gedruckt und die Zinsen nahezu auf Null gesenkt. Der Bernanke-Ansatz ist jedoch ein Betrugssystem. Der oberste Gangleader des amerikanischen Finanzimperiums ist zum Handlanger der grössten Volksenteignung der Geschichte avanciert. Doch anstatt die Kaufkraft der Bürger zu stärken wird das verantwortungslose ökonomische Handeln die Krise nur noch weiter verschärfen und das Land in die eine Hyper-Depression stürzen, die diejenige der 30er Jahre wie einen Mini-Hurrikane aussehen lässt. Anstatt das alte System, welches gescheitert ist, untergehen zu lassen, wird alles versucht und dieses künstlich am Leben zu erhalten.

Hütchenspieler im Casino
Es ist eine der grössten Illusionen zu glauben, dass diejenigen die an der Regierung sind, intelligenter sind als alle anderen. Wer in die Politik geht hat dadurch schon bewiesen, dass er dümmer ist als alle anderen, denn sonst hätte er ja eine Managementkarriere verfolgt oder ein eigenes Unternehmen gegründet. Je mehr die Politiker der Finanzmafia helfen zu überleben, desto schneller wird die gesamte Welt in den Ruin getrieben und wir werden in Bälde ein «Obamageddon» erleben. Scheinbar gibt es ausser Ron Paul in den USA keinen Politiker, der offen ausspricht, dass die Geldjunkies von der Wallstreet in die Schranken gewiesen und auf die Anklagebank gehören. Dies ist ein notwendiger Schritt um die Revision des Geldsystems einzuleiten. Als hinreichende Bedingung hierfür muss auch die Funktion der Zentralbank überdacht und diese gegebenenfalls geschlossen werden. Die verblendeten Harvard- und Yale Karrieristen die in den Spielcasinos, genannt Investmentbanken, anheuerten, haben mitunter noch nie in ihrem Leben wirklich gearbeitet. Sie drücken Tasten, um ihre Kunden über den Tisch zu ziehen und rufen nach dem Steuerzahler, wenn Sie auf die falsche Farbe am Roulette-Tisch gesetzt haben.

I mafiusi di banca
Wie die italienische Mafia sind die Wallstreetbanker intelligent vernetzt und bilden heute das Musterbeispiel für organisierte Kriminalität. Seit der Begriff «Mafia» durch Giuseppe Rizzottos 1863 uraufgeführte Komödie «I mafiusi de la Vicaria» populär wurde, hat er viele, zum Teil auch konträre Bedeutungen erhalten. Für einige Zeitgenossen, speziell an der Wallstreet, mögen Banker mutige Männer sein, weil Sie hohe Risiken eingehen, in Wahrheit sind diese jedoch hochgefährliche Zocker und fest organisierte Kriminelle, deren Ziel stets darin bestand, Gelddruckmaschinen zu generieren, um mit ihrer Macht die Politiker zu beeindrucken und wo notwendig zu bestechen. Zur Bankenmafia gehören nicht nur jene Banken, welche den Finanz-Hurrikan überlebt haben, sondern auch die Federal Reserve und die Schlüsselposition des US-Finanzministers. Dank eines hoch entwickelten Systems von Rängen und Führungsposten, das quer durch die Vorstands- und Aufsichtsratslandschaft in den USA verläuft wird versucht alles was mit Geld zu tun hat unter Kontrolle zu bringen, einschliesslich dem Eintreiben der Steuern.

Organisierte Kriminelle
Nach einer von Frank Hagan (1983) zusammengestellten Übersicht herrscht weitgehend Übereinstimmung darüber, dass von organisierter Kriminalität dann gesprochen wird, wenn 1. ein dauerhaft angelegtes und 2. ein rational operierendes Unternehmen darauf ausgerichtet ist, 3. Gewinne durch illegale Betätigungen zu erzielen. Genau diese Kriterien erfüllen die Bankster in Big Apple. An der Wallstreet scheint man trotz Krise wieder zur Tagesordnung des Hochgeschwindigkeits-Programm-Day-Tradings übergegangen zu sein, wobei man bei Goldman Sachs die spezielle Spielart des Gewinnens ohne Risiko kreiert hat. Ein Tor wer glaubt, dass hier alles mit rechten Dingen zugehen kann, wenn man in nur 100 Handelstagen Milliardengewinne einfährt. Bei der Bankenmafia handelt es sich offensichtlich um schwerwiegende Wirtschaftsverbrecher. Es werden fast ausschliesslich nur solche Geschäfte in Angriff genommen, die hohe Gewinne versprechen, wobei Toxizität das Schlüsselwort darstellt um das Ausmass der Giftmischerei zu erahnen. Dass Kredite an Unternehmen nicht zu den hochprofitablen Geschäften zählen, zeigt die aktuelle Kreditklemme in der Wirtschaft.

Ehre und Verschwiegenheit
Der Grund für dieses komplizierte System liegt vor allem in der Notwendigkeit, die Drahtzieher der Finanzmafia - die eigentlichen Bosse - vor der öffentlichen Aufmerksamkeit und den Strafverfolgungsbehörden zu schützen. Die rangniederen Banker bilden hierbei einen Puffer zwischen dem geheimen Teil der Bankenmafia und der Öffentlichkeit. Wie bei der richtigen italienischen Mafia beruht das System der inneren Legitimation auf zwei Werten: Ehre und Verschwiegenheit. Wie sonst wäre es möglich, dass in sonntäglichen Überraschungsaktionen Finanzinstitute ohne Ausschreibung von ihren Wettbewerbern geschluckt werden können? Die Gesellschaft der Ehrenmänner verleibt sich alles ein, was sie sich einverleiben will, ohne dass ein Aufruhr der Entrüstung durchs Volk gehen kann, weil alle wichtigen Entscheidungen im Verborgenen gefällt werden. Auch wird das Volk in keinster Weise über die systemischen Risiken aufgeklärt, die eingegangen werden, auch wenn der weltweite Derivate-Markt das Bruttosozialprodukt der USA um den Faktor 50 übersteigt. Welch eine Ehre soviel Leverage zu besitzen, dass man die gesamte Weltwirtschaft damit durch Manipulation der Geldmenge ins Chaos stürzen kann!

Ponzi war Peanuts
Für aussenstehende Betrachter erscheint die Finanzwelt als ein komplexes Netzwerk. Dieses hat in den letzten Jahren hauptsächlich hochspekulative Produkte mittels Verbriefung von Schulden hervorgebracht, um damit das grösste Ponzi-Schema aller Zeiten zu designen. Deshalb kann man hier mit Fug und Recht von Verbrechen in organisierter Form sprechen. Beim organisierten Verbrechen der Bankenmafia handelt es sich um die Tätigkeit von Bankern, die mit vorausgreifender Planung arbeitsteilig und dauerhaft in Gewinnerzielungsabsicht schwere Straftaten begehen indem Sie die Bürger im Rahmen von absichtlich herbeigeführten Finanzkrisen im Abstand von 10 Jahren systematisch enteignen. Deshalb wird es Zeit, dass die Bürger durch eine Anti-Mafia-Kampagne aufgeklärt werden über das totalitäre Treiben der Bankster von der Wallstreet und der Federal Reserve. Vielleicht brauchen wir bald wie bei der richtigen italienischen Mafia ein Zeugenschutzprogramm für diejenigen Banker, die die ehrenwerte Gesellschaft nicht mehr mittragen können.


Artur P. Schmidt
Der Wirtschaftskybernetiker Dr.-Ing. Artur P. Schmidt wurde in Stuttgart geboren. Er besuchte im Stadtteil Zuffenhausen das Ferdinand-Porsche-Gymnasium und machte dort das Abitur. Das Studium der Luft- und Raumfahrttechnik in Stuttgart und Berlin schloss er im Alter von 27 Jahren mit  der Bestnote im Fachgebiet Raketentechnik ab, so dass ihm von Prof. H.H. Koelle die Promotion angetragen wurde. Im Alter von 30 Jahren erhielt Artur P. Schmidt den Doktortitel für ein kybernetisches Marktanalyse-Verfahren am Beispiel der Strategischen Planung von Airbus Industries. Nach einer Beratungstätigkeit bei Anderson Consulting sowie als Leiter der Strategischen Analyse der Ruhrgas AG war Dr. Schmidt Stipendiant der Stiftung zur Förderung der systemorientierten Managementlehre und letzter Schüler von Prof. Hans Ulrich, dem Begründer des St. Galler Management-Ansatzes. Während dieser Zeit begann Dr. Schmidt seine publizistische Laufbahn, aus denen Bestseller wie «Endo-Management» und «Der Wissensnavigator» sowie Wirtschaftsbücher wie «Wohlstand_fuer_alle.com» oder «Crashonomics» hervorgingen. Sein neuestes Buch, welches im EWK-Verlag (
www.ewk-verlag.de) erschienen ist, heisst  «Unter Bankstern».

Heute ist Artur P. Schmidt Herausgeber des Online-News-Portals
www.wissensnavigator.com sowie der Finanz-Portale www.bankingcockpit.com, www.wallstreetcockpit.com, www.futurescockpit.com und www.optioncockpit.com sowie Geschäftsführer der Tradercockpit GmbH (www.cockpit.li). Dr. Schmidt ist ein gefragter Keynote-Speaker sowie Kolumnist für zahlreiche Finanzpublikationen.



• Wissensnavigator

• Wallstreetcockpit

• Börse Stuttgart TV: Interview mit Artur P. Schmidt vom 21.08.2009

• Deutsches Anleger-Fernsehen: Interview mit Artur P. Schmidt vom 21.08.2009


  • Artur P. Schmidt, CEO Unternehmercockpit (Teil 1)
    «Dass mit Philipp Hildebrand ein ehemaliger Hedge Fund-Manager in der obersten Führung der SNB sitzt, der dem Zinssenkungs-Fetischismus huldigt, erhöht das Risiko, dass sich die Schweiz in Bälde in ein zweites Island verwandelt. Dies ist eine ähnliche Fehlbesetzung wie Obamas Finanzminister Timothy Geithner, der als Präsident der New Yorker Fed massgeblich für das Versagen der Bankenaufsicht im Vorfeld der Finanzkrise verantwortlich war.»
  • Artur P. Schmidt, CEO Unternehmercockpit (2. Teil)
    «Das Unternehmercockpit steht für eine völlig neue Form des Risk-Managements. Das vielleicht am wenigsten verstandene Prinzip in den Märkten ist, dass alle Ereignisse voneinander abhängen, rückgekoppelt sind. Für die meisten Akteure bleiben die versteckten Muster in den Märkten aber unverstanden. Deshalb benötigt man eine Art Röntgengerät, die diese sichtbar macht.»
  • Artur P. Schmidt: Der Alpen-Hedge-Fonds
    Das Ausmass der aktuellen Krise in der Schweiz hat auch unmittelbar mit der Grösse unserer Banken zu tun. Ein kritischer Ausblick zeigt weiteres Gefahrenpotenzial, das den Standort Schweiz in seinen Grundfesten erschüttern kann.
  • Artur P. Schmidt: "Unter Bankstern"
    Die Banken haben den Planeten in ein riesiges globales Ponzi-Schema verwandelt. Sie werden fragen, was dies ist? Nun, es ist ein Schnellballsystem, bei dem diese immer mehr Geld von den Kunden einsammeln, Ihnen damit Produkte verkaufen, mit denen nur sie selbst verdienen, bei dem sie darauf hoffen, dass der Kunde die ihm angedrehten Produkte möglichst für immer behält und dann, falls das ganze Kartenhaus dennoch zusammenbricht, den Staat um Hilfe rufen.
  • Artur P. Schmidt: Amerikas finanzieller Supergau
    «Schon heute ist abzusehen, dass Amerika den Verpflichtungen seiner Gläubiger ohne deren Schuldenverzicht nicht nachkommen können wird. Tim Geithners gegenteiligen Bekundungen ist wenig Glaubwürdigkeit zu schenken, auch wenn es Ben Bernanke durch den Rückkauf von Staatsanleihen immer wieder gelingt, den Verfall der Bondpreise auf Kosten der Fed-Bilanz zu bremsen.»
  • Artur P. Schmidt: US-Staatsanleihen zum Abschuss freigegeben
    «Alles was in den letzten Monaten von Seiten der Fed und der US-Regierung getan wurde, hat nur scheinbar das Vertrauen in die Finanzmärkte zurückgebracht. Sobald das Auge des Hurrikans verlassen wird, dürften die Aktien- und Bondmärkte in ihre finale Abwärtsspirale übergehen, an deren Ende eine Hyperinflation und ein möglicher Staatsbankrott der USA stehen.»
  • Artur P. Schmidt: Derivate-Supergau ante portas?
    «Bei einem weltweiten Derivatevolumen von 863'000 Milliarden Dollar einem Anteil von 8 Prozent davon an Swaps beträgt der weltweit aufgelegte Betrag am gefährlichsten Finanzinstrument mittlerweile etwa 69'000 Milliarden Dollar, d.h. das 1.25-fache des Weltbruttosozialproduktes von etwa 54'500 Milliarden Dollar.»
  • Artur P. Schmidt: Erst Hyperdeflation, dann Hyperinflation?
    «Wer wie Ben Bernanke glaubt, dass man sich mit immer grösseren Schulden den Weg aus der Kreditverknappung ebnen kann, hat die eigentliche Ursache der Krise nicht begriffen, die eben in einer immer grösseren Verschuldung liegt. Wenn jetzt der Staat mit seiner planwirtschaftlich organisierten Hyperverschuldung das gleiche wie die Konsumenten tut, dann werden wir noch mehr Hyperillusionen ernten.»
  • Artur P. Schmidt: Warum stellen wir nicht mehr die Warum-Fragen?
    Die westlichen Industrienationen sind in den letzten Jahren geistig und moralisch völlig degeneriert. Trotz technologischen Fortschritten sind die Realeinkommen gesunken und die Bildung ist zu einem Spezialistentum ohne Verantwortung für das Ganze verkommen. Kein Wunder, dass Begriffe wie Ethik und Moral im entfesselten Kapitalismus scheinbar keine Rolle mehr spielten.
  • Artur P. Schmidt: Postmoderner Diebstahl - Der Staat enteignet seine Bürger
    «Maroden Banken quasi eine Reset-Taste durch Bad Banks zur Verfügung zu stellen und die Kosten der toxischen Papiere durch massives Gelddrucken auf die Bürger abzuwälzen ist einer der grössten Skandale der Nachkriegszeit. Der Staat hat sich als Aufgabe gestellt nur noch zu funktionieren und sein Überleben zu sichern, ohne sich den Ursachen der aktuellen Krise zuzuwenden.»
  • Artur P. Schmidt: Welcher Boden – welcher Aufschwung?
    Aktuell hören wir in den Massenmedien viel davon, dass der Boden der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise erreicht sei. Doch wer kauft jetzt eigentlich Aktien? In den USA ist es vor allem das so genannte dumme Geld welches massiv investiert, während jedoch das kluge Geld sich immer mehr aus den Finanzmärkten zurückzieht.
  • Artur P. Schmidt: Bernankes Wiederwahl führt ins «Obamageddon»
    «Paulson, Bernanke, Summers und Geithner sind jene Architekten der Politik des leichten Geldes, die nichts aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben. Waren es nicht die zu tiefen Zinsen, die erst den Housing-Bubble, dann den chinesischen Aktien-Bubble und schliesslich die Hausse an den Rohstoffmärkten ausgelöst hatten?»
  • Artur P. Schmidt: Was, wenn die Deutsche Bank eigentlich pleite ist?
    «Man stelle sich vor, man kommt in alkoholisiertem Zustand in eine Verkehrskontrolle und der Polizist hat kein Messgerät dabei. Deshalb überlässt er es dem Besoffenenen selbst seine Fahrtauglichkeit einzuschätzen. Die völlig alkoholisierte Deutsche Bank darf weiterfahren, weil Sie den tatsächlichen Alkoholgehalt von 3% (eine völlige Vergiftung mit toxischen Wertpapieren) auf nur noch 0,5% einstuft.»
  • Artur P. Schmidt: Wie Lügenbarone ein krankes System gesundrechnen
    «Nachdem das "US-Financial Accounting Standards Board" zugelassen hat, dass die Banken ihre toxischen Wertpapiere nicht mehr zum Marktwert – der bei nicht handelbaren Papieren eh nicht zu bestimmen ist und bei vielen Papieren sogar bei Null liegt – sondern gemäss der eigenen Einschätzung bilanzieren können, ist der bilanziellen Willkür Tür und Tor geöffnet.»
  • Artur P. Schmidt: Filzokratie à la Paulson
    Henry M. Paulson, der Mann, der bei US-Kongressanhörungen über seine Entscheidungen während der Finanzkrise permanent ins Stottern gekommen ist, scheint eine massgeblichere Rolle im allgemeinen Bailout-Ringelreihen gespielt zu haben, als ihm jetzt lieb sein kann.
  • Artur P. Schmidt: Die Peta-Finanzbombe oder wie JPMorgan die Finanzkrise auslöste
    «Die gesamte durch JPMorgans Derivate-Nirwana ausgelöste Finanzkrise diente nur einem einzigen Zweck, unliebsame Bankenkonkurrenten aus dem Weg zu räumen und die Vorherrschaft von JPM im Bankensektor für die nächsten 100 Jahre zu sichern. Wenn JPM-CEO James Dimon sagt, dass eine "Bilanz wie eine Festung" sein müsse, so heisst dies nicht, dass diese solide ist, sondern lediglich, dass niemand hinter die Festungsmauern blicken kann.»
  • Artur P. Schmidt: Führt der faktische Bankrott des Empires zu erneutem Pfund-Crash?
    Wenn es einen Indikator dafür gibt, dass es der englischen Wirtschaft nicht gut geht, dann braucht man sich nur die Finanzsituation der englischen Pubs anzusehen: Viele der Trinkanstalten stehen vor einem finanziellen Scherbenhaufen. Kreditengpässe, zunehmende Arbeitslosigkeit und das Rauchverbot sorgen für einen Exodus der urenglischen Kneipen.
  • Artur P. Schmidt: Applaus, Applaus, die Luft muss raus!
    «Das Ausmass der Krise hätte verhindert werden können, wenn das Schuldenmachen im grossen Stil schon vor 20 Jahren unterbunden worden wäre. Es war Greenspans eklatante Fehleinschätzung, Blasen nicht durch eine zielgerichtete Zinssteuerung aufzulösen, sondern – um Wachstum auf Teufel komm raus sicherzustellen – deren Platzen durch die Schaffung neuer Bubbles mit viel zu tiefen Zinsen abzufedern.»
  • Artur P. Schmidt: Ökonomische Metastasen
    «Die immer wieder entstehenden Blasen, denen seitens der Notenbanken immer viel zu spät entgegengewirkt wird, sind die Metastasen unseres heutigen Zinseszins-Systems. Ein System, welches dem Wachstumszwang unterliegt, bildet ständig neue Tochtergeschwülste. Damit werden die Heilungschancen der Ökonomie mit jeder neuen Blase verschlechtert.»
  • Artur P. Schmidt: Willkommen im ökonomischen Winter!
    «Mit einem in Trümmern liegenden "Schatten-Bankensystem", das über den Bailoutmodus die kriminellen Machenschaften der Finanzinstitute deckt, ist Amerikas Wirtschaft nicht zu gesunden. Die Konsumenten brauchen permanent die Sauerstofflasche in Form von neuen Krediten, die jedoch immer schwerer zu beschaffen sind.»
  • Arturt P. Schmidt: 12’000 Dollar – Der tatsächliche Wert des Goldes
    «Angesichts der massiven Ausweitung der monetären Basis, die scheinbar unausweichlich war, um einen totalen Kollaps des Finanzsystems zu vermeiden, stellt sich die Frage, ob nun das Schlimmste tatsächlich vorüber ist. Dem dürfte nicht so sein, denn sonst hätte der Goldpreis längst wieder auf 500 USD zurückfallen müssen. Dies legt den Schluss nahe, dass die weltweiten Aktienmärkte nach oben manipuliert wurden.»
  • Artur P. Schmidt: China im Gefangenen-Dilemma
    «Das aktuelle chinesische Wachstum ist mittlerweile ebenfalls ein Ponzi-Schema, bei dem Wachstum durch immer höhere Schuldenaufnahme finanziert wird. So wie Japan mit gepumptem Geld 1987 die Weltwirtschaft scheinbar aus der Krise führte, so scheint dies China heute ebenfalls zu tun, jedoch mit der möglichen Konsequenz, dass China in dieselbe Deflationsfalle tappt, die Japans Ökonomie über 20 Jahre lähmte.»
  • Artur P. Schmidt: Das 24-Billionen-Dollar-Bailout-Desaster
    «Trotz eines potentiellen 24-Billionen-Bailouts, der etwa 50 Initiativen und Programme der Bush- und Obama-Administration umfasst, kommt der Schulden-Junkie USA nicht auf die Beine. Wie sollte er auch, wird doch der gesamte Bailout nicht durch Sanierung, sondern durch die Aufnahme neuer Schulden finanziert.»
  • Artur P. Schmidt: Freak Waves – Die Rache der Kybernetik
    «Killerwellen an den Finanzmärkten – wie diejenigen von 1929 bis 1932 und diejenige von 2007 bis wahrscheinlich 2010 – sind das Resultat einer falschen Notenbankpolitik, die zu Blasen an den Finanzmärkten führt, die nichts anderes sind als nichtlineare Überlagerungen der Entwicklungen in einzelnen Bereichen wie z.B. dem Häuser- und Hypothekenmarkt oder zu niedriger Zinsen.»
  • Artur P. Schmidt: Der notwendige Umbau der Spielcasino-Ökonomien
    «Massnahmen wie die Einführung von "Bad Banks" sind nicht nur unwirksam, sondern in hohem Masse asozial. Sie reduzieren die Schulden nicht, sondern verlagern diese lediglich auf ein anderes Buchhaltungskonto. Deshalb führen diese nicht zur einer Beendigung der Krise, sondern zu deren Verschärfung mit der Folge, dass die nächste Krise noch dramatischer wird als die vorhergegangene.»
  • Artur P. Schmidt: Geldhortung der grossen US-Banken
    «Es zeigt sich zunehmend, dass die Rettung von Banken, die vorher miserabel gewirtschaftet haben, der völlig falsche Weg ist, um künftige Kreditkrisen zu bekämpfen. Wenn es noch eines Beweises bedurfte, so lieferte diesen die Bank Goldman Sachs, die gerade etwa 16,7 Milliarden Dollar für die Bezahlung ihrer Angestellten beiseite gelegt hat.»
  • Artur P. Schmidt: Furcht oder Schrecken der Wirtschafts-Farce?
    «Was sich aktuell an den Finanzmärkten abspielt gleicht einer griechischen Tragödie, an deren Ende die Simbabwisierung Amerikas stehen wird. Damit sind wir am Ende der amerikanischen Geschichte angekommen, ein Ende das schrecklich werden wird und eine ganze Generation in den Ruinen des Staatsbankrotts begraben wird.»
  • Artur P. Schmidt: Der schöne Schein der Ökonomen
    Der britische Ökonom und Mathematiker John Maynard Keynes hat zu Recht den Satz geprägt: «Langfristig sind wir alle tot. Ökonomen machen es sich zu leicht, wenn sie uns in stürmischen Zeiten nicht mehr zu erzählen haben, als dass der Ozean wieder ruhig ist, wenn sich der Sturm gelegt hat.»


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