Artur P. Schmidt: Ist die Fed bankrott?


Von Artur P. Schmidt
artur.schmidt@unternehmercockpit.com
Die aktuelle Weltwirtschaftskrise forciert den möglichen Verfall den Dollar, vor allem da die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) zunehmend ihre konventionelle Munition verschossen hat. Ein Zinssatz von nahezu Null Prozent ist nicht nur die Bankrotterklärung für den US-Dollar als Weltleitwährung, sondern auch für die Fähigkeit von Notenbanken Krisen, die durch Blasen erzeugt wurden, durch die nächst grössere Blase zu ersetzen. Mit dem baldigen Platzen des amerikanischen Bond-Bubbles platzt nicht nur die grösste Mega-Blase der Weltwirtschaftsgeschichte, sondern auch der amerikanische Traum von der Weltherrschaft. Wurde die Deutsche Mark von den Franzosen einst als die deutsche Atombombe gewürdigt, so könnte der Euro zukünftig die entscheidende Waffe werden, um amerikanische Allmachtsträume im Zaum zu halten. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass Europa seinen eigenen Weg aus der Krise findet und den absehbaren amerikanischen Hyperinflationsweg aussen vor lässt.

Abb. 1: Cover des neuesten Bestsellers von Artur P. Schmidt: "Unter Bankstern"
ISBN 978-3-938175-48-4, www.ewk-verlag.de
Bei negativen Zinsen oder einem Zinssatz von Null lohnt es sich sogar, noch weitere Schulden zu machen
Die ökonomischen Strukturen, die sich in den letzten Jahrzehnten in den USA aufgebaut haben, konnten nur überleben, da sich der langfristige Zins immer mehr gegen Null bewegte. Wollte man das weitere Überleben auf diese Art und Weise sicherstellen, müsste der Zins negativ werden, was eigentlich beweisen würde, dass der gegenwärtige Wert des Geld in der Zukunft viel tiefer liegen wird. Dies beweist nur, dass es sich schon heute nicht mehr lohnt, Geld bei einer Bank einzubezahlen, da man zukünftig weniger dafür zurückbekommt. Bei negativen Zinsen oder einem Zinssatz von Null lohnt es sich sogar, noch weitere Schulden zu machen, oder aber Gold und Silber zu kaufen, denn wenn die Inflation zurückkehrt, wird sich das Schuldenproblem durch Zerstörung der Währung von selbst erledigen. Die künstliche Stimulierung einer Schuldenwirtschaft durch Zinsen, die gegen Null tendieren oder sogar negativ werden, kann nicht funktionieren. Zwar mag das Ziel sein, den Dollar im Wert zu allen anderen Währungen fallen zu lassen und so den Export anzukurbeln, jedoch wird das Gelddrucken zum Bailout von maroden Banken das System nicht vor dem Untergang retten, es wird ihn nur hinauszögern und die Heftigkeit eines Währungscrashs nur forcieren.
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US Federal Reserve