CEO-Interview Unternehmercockpit | Donnerstag, 29. Januar 2009 | 58606

«Das Unternehmercockpit steht für eine völlig neue Form des Risk-Managements. Das vielleicht am wenigsten verstandene Prinzip in den Märkten ist, dass alle Ereignisse voneinander abhängen, rückgekoppelt sind. Für die meisten Akteure bleiben die versteckten Muster in den Märkten aber unverstanden. Deshalb benötigt man eine Art Röntgengerät, die diese sichtbar macht.»



Artur P. Schmidt, CEO Unternehmercockpit (2. Teil)

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 Artur P. Schmidt, CEO Unternehmercockpit.
 

Von Peter Stöferle

Moneycab: Herr Schmidt, unter dem Dach des «Unternehmercockpit» betreiben Sie mehrere Wirtschafts- und Finanzinformationsportale. Was bieten Wallstreetcockpit.com, Optioncockpit.com, Fururescockpit.com, Bankingcockpit.com, CFO-Cockpit.com, oder Tradercockpit.com?

Artur P. Schmidt: Das Unternehmercockpit bietet seinen Kunden Navigationsinstrumente für die Finanzmärkte. Wie schon Kostolany wusste, ist das, was man in den Finanzmedien liest, wenig hilfreich um Anlageentscheidungen zu treffen, da diese Informationen in den Kursen bereits eingepreist sind. Was man von den so genannten Experten an Finanzinformationen bekommt gleicht einem einzigen Desaster. Deshalb habe ich Lenkungs-Cockpits entwickelt, welche die Anleger frühzeitig über Risiken aufklären. Solchen Cockpits wird die Zukunft gehören, nicht nur in der Finanzwelt, auch zur Steuerung der Wirtschaft oder Politik.

Das Wallstreetcockpit untersucht die weltweit wichtigsten Value- und Wachstumsaktien sowie Indizes und ETFs. Beim Optioncockpit werden Devisen und Mini-Future-Kontrakte auf Aktien und Indizes untersucht, beim Futurescockpit werden die Rohstoffmärkte analysiert. Bei Banking-Cockpit handelt es sich um die Profi-Version, sozusagen den Finanz-Ferrari für vermögende Privatanleger, Hedge-Fonds-Manager sowie Portfolio-Manager und Vermögensverwalter. Die Webseite Tradercockpit.com hat das Ziel, die Menschen über die Kunst des wertorientierten Anlegens aufzuklären und sie soll zukünftig zu einer Investment-Universität ausgebaut werden.

Unser Cockpit-Ansatz stellt eine neue Basisinnovation im Bereich der Finanzanalyse dar, da mit diesem erstmals systematisch die Wechselwirkungen von Aktien, Indizes, Zinsen, Devisen und Commodities berechnet werden können. Damit ist das System in der Lage, Crash-Situationen frühzeitig zu erkennen und den beteiligten Akteuren eine frühzeitige Positionierung zum Werterhalt ihrer Anlagen zu ermöglichen. So warnte ich frühzeitig vor dem Housing-Bubble, dem Platzen der Blase am chinesischen Aktienmarkt und prophezeite schon im Dezember 2007 im Deutschlandfunk einen Crash am Aktienmarkt im Jahr 2008, verbunden mit einem unvermeidlichen ökonomischen Winter. Dies dürfte Beweis genug sein, dass wir weltweit über eines der besten Risk-Management-Tools verfügen, was wir zukünftig vermehrt auch CFOs zur Erkennung von Risiken in ihrem Unternehmen anbieten werden. Ich denke, dass es für jeden Finanzprofi ein tödlicher Luxus ist, unser System nicht zu nutzen.

«Banken haben vor allem deshalb versagt, weil sie keine Cockpits haben, sondern Bloomberg-Terminals, die sie mit so viel Informationen versorgen, dass sie letztendlich komplett den Überblick verlieren.»
Artur P. Schmidt, CEO Unternehmercockpit

Um bei der Allegorie zum Fliegen bzw. zur Kybernetik zu bleiben: Wer sitzt eigentlich am Steuerknüppel?

Am Steuerknüppel der Wirtschaft sitzt letztendlich immer der Markt. Master Market hat immer recht. Seine Kursentwicklungen erzeugen nicht nur bei Anlegern Reaktionen, sondern auch bei den Zentralbanken und den Politikern. Wäre der Markt im Herbst 2008 nicht eingebrochen, hätten die Zentralbanker die Zinsen nicht so stark gesenkt und die Politiker hätten keine Garantiezusagen abgegeben. Auf was es deshalb ankommt ist es, dass die Zentralbanken und Politiker den Markt in seiner Dynamik und seinen Rückkopplungen verstehen lernen. Nur so können zukünftig Fehler vermieden werden.

Es ist mit unserer Lenkungs-Software heute möglich, sogenannte Bubbles gar nicht erst aufkommen zu lassen. Hierzu habe ich einen viel beachteten Artikel mit dem Titel Anti-Flaring veröffentlicht. Wenn sich eine Megawelle bildet, wie z.B. im US-Häusermarkt, so muss diese frühzeitig durch massive Zinsanhebungen gebremst werden. Die Massnahmen, die aufgrund eines linearen Denkens diesbezüglich in den USA getroffen wurden, waren stümperhaft und von einem geringen kybernetischen Verständnis über die Wechselwirkungen der Märkte geprägt.

Jede Notenbank, die ein Mindestmass an Verantwortungsgefühl für ihre Bürger hat, sollte nichtlineare Lenkungsmodelle wie das unsrige verwenden. Mit unserem Ansatz wird jeder zu einem erfolgreichen Börsen-Pilot, er benötigt keine Banken und keine Vermögensverwaltung mehr, um staatliche Gewinne einzufahren. Die Interpretation der Indikatoren ist so kinderleicht, dass selbst der 10-jährige Sohn eines unserer Kunden bereits ein wirksames Risk-Management umsetzen kann. Er kann Deutsche Bank-Vorstand Ackermann wahrscheinlich mehr über Risk-Management beibringen als sein im Vorstand für diesen Bereich zuständiger Kollege, der bisher nur durch völlige Fehlprognosen auffiel und sowieso so schnell wie möglich ausgetauscht gehört.

Diese Portale sind in einen Publikums- und einen Member-Bereich unterteilt. Welche Mehrwerte erhalten registrierte Mitglieder im Pay-Bereich?

Im Publikumsbereich erhalten die Kunden viele nützliche Informationen zur Wirtschaft und den Finanzmärkten. Jeder, der auf unsere Seiten surft, kann sich hier schnell einen Überblick verschaffen. Im sogenannten Pay-Bereich finden unsere Kunden das, auf was es an der Börse ankommt: präzise Kauf- und Verkaufssignale.

Die wichtigsten drei Dinge an der Börse sind: 1. Timing, 2. Timing und 3. nochmals Timing. Wer den Wert seiner Anlagen erhalten will, muss zu jedem Zeitpunkt wissen, ob seine Anlagen robust oder instabil sind. Je höher die Instabilität eines Portfolios ist, desto fataler sind die Kursverluste wie der Oktober-Crash 2008 es gnadenlos aufzeigte. Unsere Unter-Cockpits zu unterschiedlichen Investmentthemen wie Wasser, Uran, Nickel, Energie, Luftfahrt, Gold, Silber – um nur einige zu nennen – analysieren systematisch die besten Value- und Wachstumsaktien und liefern die weltweit wohl präzisesten Trading-Signale. Der von mir entwickelte Schmidt-Indikator bietet eine frühzeitige Risikoidentifikation und ermöglicht Gegenmassnahmen bereits dann einzuleiten, wenn sich die meisten Anleger noch in einer Scheinsicherheit wiegen.

Banken haben vor allem deshalb versagt, weil sie keine Cockpits haben, sondern Bloomberg-Terminals, die sie mit so viel Informationen versorgen, dass sie letztendlich komplett den Überblick verlieren. Es geht nicht um mehr an Informationen, sondern darum die wichtigen Informationen zu bieten. Das Literaturstudium zum vielleicht bedeutendsten Trader aller Zeiten, Jesse Livermore, brachte mich auf die Idee, dass es an den Finanzmärkten vor allem darauf ankommt, die Umkehrpunkte (die sogenannten Pivotpunkte) in den Kursentwicklungen zu erkennen. Diese lassen sich jedoch ohne kybernetische Berechnungsverfahren nicht ermitteln. Unsere Kunden schätzen die Genauigkeit unserer kybernetischen Marktanalysen, die vielen Anlegern im letzten Abschwung schmerzliche Kursverluste erspart hat und mutigen Anlegern, die auch short gegangen sind, sogar hohe Kursgewinne beschert hat.

[1] 2 Fortsetzung...

• Artur P. Schmidt: Deutschlandfunk-Interview vom 02.12.07 - Teil 1 (mp3, 27,7 MB)

• Artur P. Schmidt: Deutschlandfunk-Interview - Zwischentöne mit Michael Langer Teil 2 (mp3 27,7 MB)

• Anti-Flaring: How to prevent the market from overheating

• Chinas Super-Bubble

• Sich selbst verstärkende Seifenblasen

• Tradercockpit

• Wallstreetcockpit

• Optioncockpit

• Futurescockpit

• Federalreservecockpit

• CFO-Cockpit

• Cyberneticscockpit

• Wissensnavigator

• Lampsacus

• Artur P. Schmidt


  • Artur P. Schmidt, CEO Unternehmercockpit (Teil 1)
    «Dass mit Philipp Hildebrand ein ehemaliger Hedge Fund-Manager in der obersten Führung der SNB sitzt, der dem Zinssenkungs-Fetischismus huldigt, erhöht das Risiko, dass sich die Schweiz in Bälde in ein zweites Island verwandelt. Dies ist eine ähnliche Fehlbesetzung wie Obamas Finanzminister Timothy Geithner, der als Präsident der New Yorker Fed massgeblich für das Versagen der Bankenaufsicht im Vorfeld der Finanzkrise verantwortlich war.»
  • Artur P. Schmidt: Der Alpen-Hedge-Fonds
    Das Ausmass der aktuellen Krise in der Schweiz hat auch unmittelbar mit der Grösse unserer Banken zu tun. Ein kritischer Ausblick zeigt weiteres Gefahrenpotenzial, das den Standort Schweiz in seinen Grundfesten erschüttern kann.
  • Artur P. Schmidt: Ist die Fed bankrott?
    Ob die Federal Reserve pleite ist oder nicht, entscheidet niemand anderes als der Markt. Betrachtet man sich die Entwertung des Dollar im letzten Jahrhundert, insbesondere nach dem Zusammenbruch von Bretton Woods, so waren die Erholungsphasen des Dollar immer nur Anlaufphasen zu weiteren Kursstürzen.
  • Artur P. Schmidt: "Unter Bankstern"
    Die Banken haben den Planeten in ein riesiges globales Ponzi-Schema verwandelt. Sie werden fragen, was dies ist? Nun, es ist ein Schnellballsystem, bei dem diese immer mehr Geld von den Kunden einsammeln, Ihnen damit Produkte verkaufen, mit denen nur sie selbst verdienen, bei dem sie darauf hoffen, dass der Kunde die ihm angedrehten Produkte möglichst für immer behält und dann, falls das ganze Kartenhaus dennoch zusammenbricht, den Staat um Hilfe rufen.
  • Artur P. Schmidt: Bubblemania
    «Das in der fraktalen Verteilung der Schulden bestehende Prinzip war ein fiktives Perpetuum Mobile der Banken für das globale Wirtschaftswachstum. Es führte uns in ungeahnte Höhen – mit spiraliger Ernüchterung. Mit dem Kollaps des Hypothekenmarktes war klar, dass diejenigen Banken, die alles auf eine Karte gesetzt hatten, massiv unter die Räder kommen mussten. »
  • Artur P. Schmidt: New Deal für das 21. Jahrhundert
    «Das parallele Wirken von Subprime-Krise, Kreditkrise, Bankeninsolvenzen, Firmenzusammenbrüchen und dem Kollaps der Realwirtschaft erfordern ein neues System, welches wieder Vertrauen schafft. Sollte dies nicht gelingen, besteht die Gefahr, dass das US-Finanzsystem im Jahr 2009 im Rahmen eines Staatsbankrottes zusammenbricht.»
  • Artur P. Schmidt: Obamas Denkfehler
    Die Rede des US-Präsidenten vom 24. Februar 2009 zur Lage der Nation war glänzend. Er versteht es grosse Auftritte zu zelebrieren und mit seiner Rhetorik seine Zuhörer zu fesseln. Doch bei allem Zauber, der von ihm ausgeht, muss man konstatieren, dass er, wenn es um ökonomische Fragestellungen geht, die von ihm angesprochene Langfristigkeit im Denken, vermissen lässt.
  • Artur P. Schmidt: Die internationale Wirtschaftskrise 1836-1838
    In den 1830er Jahren brach ebenfalls eine grosse Wirtschaftskrise über Europa und Amerika herein. Ausgangspunkt war die Spekulation mit Eisenbahnaktien, die in astronomische Höhen schossen. Der Run war so gross, dass die Aktien der Taunusbahn im Jahr 1837 um das Vierzigfache überzeichnet waren und die erste Notierung etwa 70 Prozent über dem Ausgabekurs lag.
  • Artur P. Schmidt: Von Massenvernichtungswaffen und Zinswucher
    Eigentum, Kapital, Schulden und Geld entstehen laut Paul C. Martin immer gleichzeitig. Deshalb formuliert das Geld, das heute von den Zentralbanken geschaffen wird, ein Anrecht auf Eigentum gegenüber den Geschäftsbanken. Jeder, der Eigentum besitzt, kann dieses als privat emittiertes Geld verleihen. Geld wird somit immer dann geschaffen, wenn ein Eigentümer Ansprüche gegen sein Eigentum einem anderen Eigentümer kreditiert.
  • Artur P. Schmidt: Denkst du noch oder ist kein Geld mehr auf deinem Konto?
    «Anstatt den Bürgern reinen Wein einzuschenken, wird dieser gepanscht und so lange mit Geldmengensteigerungen verwässert, bis unser Geld nichts mehr wert ist. Wenn die Zentralbanker die Inflationsspirale erst einmal auf Hochtouren gebracht haben, werden sich die Vermögen, die nicht inflationssicher angelegt sind, in kürzester Zeit in Luft aufgelöst haben.»
  • Artur P. Schmidt: Die erste grosse Weltwirtschaftskrise 1857
    «Wie auch heute war Amerika im 19. Jahrhundert durch ein Handelsbilanzdefizit geprägt, wodurch ständig Gold aus dem Land abgezogen wurde, was die Goldreserven deutlich verringerte. Als im Sommer 1857 die Banken die Zinsen massiv anhoben, um das Abwandern der Goldreserven zu verhindern, brach die Spekulationsblase mit Pauken und Trompeten zusammen.»
  • Artur P. Schmidt: Inflation versus Deflation
    Inflation ist in relativer Hinsicht eine Aufblähung der Geldmenge und keine Preissteigerung, während Deflation relativ zu anderen ökonomischen Indikatoren eine Vernichtung von Geld und keine Preisreduktion ist. Während ein relativer Rückgang der Inflation eine Wirtschaft stimuliert, schwächt ein relativer Anstieg der Inflation die Ökonomie.
  • Artur P. Schmidt: Weltpanik, Weltmanipulation und Weltwährung
    «Nun soll eine weitere neue Wunderwaffe eingeführt werden, welche die Geldversorgung der Welt sicherstellen soll: Die in Vergessenheit geratenen "Sonderziehungsrechte" des IWF. Damit soll eine globale geldpolitische Lockerung dem Planeten übergestülpt werden, dessen Endziel nur eine neue Weltwährung sein kann.»
  • Artur P. Schmidt: Banken-Armageddon – Der Niedergang der Citigroup
    «Vor lauter strategischen Vorteilen hatte Citigroup-CEO Vikram Pandit den Schuldenwald komplett übersehen, der mittlerweile die Aktie der einst stolzen Bank auf Penny Stock-Niveau gedrückt hat. Mit dem Untergang der Citigroup dürfte nun auch dem letzten Optimisten in den USA klar werden, dass die USA ihre finanzielle Führungsrolle und der Dollar seine Funktion als Leitwährung verloren haben.»
  • Artur P. Schmidt: Weltwirtschaftskrieg ante portas?
    «Amerika will ohne Rücksicht auf Verluste seinen Wachstumsfetischismus beibehalten und startet damit einen Wirtschaftskrieg, den es nicht gewinnen kann. Statt auf Opfer, Demut und Sparen zu setzen, will Amerika so weiterwirtschaften wie bisher und setzt auf militärische Stärke. Hier muss eine starke Gegenreaktion von Europa, Russland, Japan und China erfolgen.»
  • Artur P. Schmidt: Was kosten die Rettungsversuche des Bankensystems?
    «Da der Dollar die Leitwährung der westlichen Welt ist, wird man weiterhin versuchen, dem gesamten Planeten den finanziellen Willen der USA aufzuzwingen. Europa hat das Problem, dass in Spanien, Grossbritannien und Osteuropa Zeitbomben schlummern, die in ihrer Dimension mit der amerikanischen Situation vergleichbar sind.»
  • Artur P. Schmidt: Die G-20 Seifenoper
    Nachdem sich die Führer der Welt getroffen haben, herrscht nun der Zustand des Friede, Freude, Eierkuchen. Obama umarmt Europa und die Alte Welt soll auf diesen Bauerntrick herein fallen. Der Messias ist in Europa und alles wird gut, wenn man nur genügend Geld druckt, möglichst so viel, dass die Wirtschaft wieder um 4 Prozent wächst.
  • Artur P. Schmidt: "Tischlein deck dich": Der Staatsanleihen-Betrug
    "Der Aufkauf von Staatsanleihen der Banken durch die Zentralbanken stellt als letztes Aufbäumen ein girales Wirtschaftswunder dar, das jedoch anders als das Wirtschaftswunder von Ludwig Erhard nicht auf der Steigerung der Reallöhne basiert, sondern auf einer inflationären Ausweitung der Geldmenge."
  • Artur P. Schmidt: Der Zombie geht um in Europa
    Notenbanker und Banker haben die grösste Krise ausgelöst, welche die Welt je gesehen hat. Aber was noch schlimmer ist: Nachdem sie dies taten, versuchten sie weiter die ökonomischen Statistiken zu manipulieren, um ihre Unfähigkeit und Arroganz zu verschleiern. Als Mittäter agieren ökonomische Berater und Wirtschaftsinstitute, deren Analysen ein Lügengebäude offenbaren, wie es die Welt zuvor noch nicht gesehen hat.
  • Artur P. Schmidt: St. Galler Denkblockaden
    «An der Universität St. Gallen wird dem Kopieren amerikanischer Lösungsansätze gehuldigt. Der eigenständige, endogene Ansatz scheint einem Plagiatismus gewichen, der kein eigenständiges Denken mehr erfordert, sondern das Ausschalten des Gehirns im Dienste einer Gleichschaltung, die sich bei näherem Hinsehen als eine lokale Herrschaftsdoktrin entpuppt.»
  • Artur P. Schmidt: Es lebe die Freiheit!
    «Während der Bush-Cheney-Junta haben die grossen Rüstungskonzerne Milliarden mit dem 2. Irakkrieg verdient, die Banken mit immer neuen Derivaten diesen Wahnsinn finanziert, während die Steuerzahler jetzt für die Exzesse über eine ausufernde Staatsverschuldung zur Kasse gebeten werden.»
  • Artur P. Schmidt: Tanz der Management-Vampire – Der Malik-Ansatz
    Diese Kolumne ist nicht länger verfügbar. Leider hatte Herr Malik wenig Sinn für den kritischen Kommentar des Kolumnisten Artur P. Schmidt. Anstatt ihn zum Beispiel zum Wortgefecht auf Moneycab aufzufordern oder mit einer eigenen Kolumne gekonnt Paroli zu bieten, liess er über seine Rechtsanwälte, die ihn persönlich wie auch das Malik Management Zentrum St. Gallen AG und die Malik Gruppe vertreten, eine Klage wegen Persönlichkeitsverletzung androhen.
  • Artur P. Schmidt: Amerikas finanzieller Supergau
    «Schon heute ist abzusehen, dass Amerika den Verpflichtungen seiner Gläubiger ohne deren Schuldenverzicht nicht nachkommen können wird. Tim Geithners gegenteiligen Bekundungen ist wenig Glaubwürdigkeit zu schenken, auch wenn es Ben Bernanke durch den Rückkauf von Staatsanleihen immer wieder gelingt, den Verfall der Bondpreise auf Kosten der Fed-Bilanz zu bremsen.»
  • Artur P. Schmidt: US-Staatsanleihen zum Abschuss freigegeben
    «Alles was in den letzten Monaten von Seiten der Fed und der US-Regierung getan wurde, hat nur scheinbar das Vertrauen in die Finanzmärkte zurückgebracht. Sobald das Auge des Hurrikans verlassen wird, dürften die Aktien- und Bondmärkte in ihre finale Abwärtsspirale übergehen, an deren Ende eine Hyperinflation und ein möglicher Staatsbankrott der USA stehen.»
  • Artur P. Schmidt: Die Rallye steht auf tönernen Füssen
    «So lange die Fed versucht, die Zinsen künstlich niedrig zu halten und durch die gigantischen Aufkäufe von Anleihen eine Bondblase grössten Ausmasses erzeugt, besteht die Gefahr eines noch grösseren Crashs, als wir ihn bisher gesehen haben.»
  • Artur P. Schmidt: Droht ein neuer Krieg ums Öl?
    «Von einem Wandel in der Politik in den USA ist bisher ebenfalls nichts zu spüren, vielmehr wird immer mehr in alte Rituale zurückgefallen. Öl ist immer noch das alles beherrschende Thema für die US-Wirtschaft und genau aus diesem Umstand heraus hat Präsident Obama die Verteidigungsausgaben nicht gesenkt, sondern um weitere 10 Prozent erhöht.»
  • Artur P. Schmidt: Europas historische Chance
    «Je mehr die amerikanische Federal Reserve über Bailouts versucht das System zu stabilisieren und je mehr Geld sie dafür über angekaufte Anleihen in den Umlauf bringt, desto katastrophaler wird sich die Weltwirtschaft entwickeln, wenn der Hurrikan in Bälde mit voller Wucht auf das amerikanische Festland trifft.»
  • Artur P. Schmidt: Protektionistische Sandkastenspiele
    «Der freie Handel ist für die chinesische Wirtschaft von fundamentaler Bedeutung und protektionistische Gegenmassnahmen der USA oder aus Europa dürften auch der chinesischen Wirtschaft schwer zusetzen. Die "Wie du mir, so ich dir"-Strategie dürfte sich somit für China sehr schnell als Boomerang herausstellen.»
  • Artur P. Schmidt: Derivate-Supergau ante portas?
    «Bei einem weltweiten Derivatevolumen von 863'000 Milliarden Dollar einem Anteil von 8 Prozent davon an Swaps beträgt der weltweit aufgelegte Betrag am gefährlichsten Finanzinstrument mittlerweile etwa 69'000 Milliarden Dollar, d.h. das 1.25-fache des Weltbruttosozialproduktes von etwa 54'500 Milliarden Dollar.»
  • Artur P. Schmidt: Erst Hyperdeflation, dann Hyperinflation?
    «Wer wie Ben Bernanke glaubt, dass man sich mit immer grösseren Schulden den Weg aus der Kreditverknappung ebnen kann, hat die eigentliche Ursache der Krise nicht begriffen, die eben in einer immer grösseren Verschuldung liegt. Wenn jetzt der Staat mit seiner planwirtschaftlich organisierten Hyperverschuldung das gleiche wie die Konsumenten tut, dann werden wir noch mehr Hyperillusionen ernten.»
  • Artur P. Schmidt: Terminator 5 – Kampf gegen die Finanzmaschinen
    «Über viele Jahre war es gar nicht notwendig gewesen, dass Bankkunden ihre Konten leerten, da dies ja zuvor bereits die Bankster übernommen hatten. Doch mit dem Bankenrun sassen nun die Bankster ohne jegliche Einlagen auf gigantischen Schuldenbergen, ruinierten Kundenkonten oder unsinnigen Bad Banks.»
  • Artur P. Schmidt: Warum stellen wir nicht mehr die Warum-Fragen?
    Die westlichen Industrienationen sind in den letzten Jahren geistig und moralisch völlig degeneriert. Trotz technologischen Fortschritten sind die Realeinkommen gesunken und die Bildung ist zu einem Spezialistentum ohne Verantwortung für das Ganze verkommen. Kein Wunder, dass Begriffe wie Ethik und Moral im entfesselten Kapitalismus scheinbar keine Rolle mehr spielten.
  • Artur P. Schmidt: «The Eagle Has Landed!»
    Vor 40 Jahren fand eines der bedeutendsten Ereignisse des vorigen Jahrtausends statt: Die Landung von Menschen auf dem Mond am 20. Juli 1969. Ausgangspunkt dieses Abenteuers war der sogenannte Sputnik-Schock, den der erste künstliche russische Satellit Sputnik-1 am 4. Oktober 1957 bei den Amerikanern auslöste.
  • Artur P. Schmidt: Postmoderner Diebstahl - Der Staat enteignet seine Bürger
    «Maroden Banken quasi eine Reset-Taste durch Bad Banks zur Verfügung zu stellen und die Kosten der toxischen Papiere durch massives Gelddrucken auf die Bürger abzuwälzen ist einer der grössten Skandale der Nachkriegszeit. Der Staat hat sich als Aufgabe gestellt nur noch zu funktionieren und sein Überleben zu sichern, ohne sich den Ursachen der aktuellen Krise zuzuwenden.»
  • Artur P. Schmidt: Welcher Boden – welcher Aufschwung?
    Aktuell hören wir in den Massenmedien viel davon, dass der Boden der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise erreicht sei. Doch wer kauft jetzt eigentlich Aktien? In den USA ist es vor allem das so genannte dumme Geld welches massiv investiert, während jedoch das kluge Geld sich immer mehr aus den Finanzmärkten zurückzieht.
  • Artur P. Schmidt: Bernankes Wiederwahl führt ins «Obamageddon»
    «Paulson, Bernanke, Summers und Geithner sind jene Architekten der Politik des leichten Geldes, die nichts aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben. Waren es nicht die zu tiefen Zinsen, die erst den Housing-Bubble, dann den chinesischen Aktien-Bubble und schliesslich die Hausse an den Rohstoffmärkten ausgelöst hatten?»
  • Artur P. Schmidt: Was, wenn die Deutsche Bank eigentlich pleite ist?
    «Man stelle sich vor, man kommt in alkoholisiertem Zustand in eine Verkehrskontrolle und der Polizist hat kein Messgerät dabei. Deshalb überlässt er es dem Besoffenenen selbst seine Fahrtauglichkeit einzuschätzen. Die völlig alkoholisierte Deutsche Bank darf weiterfahren, weil Sie den tatsächlichen Alkoholgehalt von 3% (eine völlige Vergiftung mit toxischen Wertpapieren) auf nur noch 0,5% einstuft.»
  • Artur P. Schmidt: Wie Lügenbarone ein krankes System gesundrechnen
    «Nachdem das "US-Financial Accounting Standards Board" zugelassen hat, dass die Banken ihre toxischen Wertpapiere nicht mehr zum Marktwert – der bei nicht handelbaren Papieren eh nicht zu bestimmen ist und bei vielen Papieren sogar bei Null liegt – sondern gemäss der eigenen Einschätzung bilanzieren können, ist der bilanziellen Willkür Tür und Tor geöffnet.»
  • Artur P. Schmidt: Filzokratie à la Paulson
    Henry M. Paulson, der Mann, der bei US-Kongressanhörungen über seine Entscheidungen während der Finanzkrise permanent ins Stottern gekommen ist, scheint eine massgeblichere Rolle im allgemeinen Bailout-Ringelreihen gespielt zu haben, als ihm jetzt lieb sein kann.
  • Artur P. Schmidt: Werden die USA von einer Bankenmafia regiert?
    «An der Wallstreet scheint man trotz Krise wieder zur Tagesordnung des Hochgeschwindigkeits-Programm-Day-Tradings übergegangen zu sein, wobei man bei Goldman Sachs die spezielle Spielart des Gewinnens ohne Risiko kreiert hat. Ein Tor wer glaubt, dass hier alles mit rechten Dingen zugehen kann, wenn man in nur 100 Handelstagen Milliardengewinne einfährt.»
  • Artur P. Schmidt: Die Peta-Finanzbombe oder wie JPMorgan die Finanzkrise auslöste
    «Die gesamte durch JPMorgans Derivate-Nirwana ausgelöste Finanzkrise diente nur einem einzigen Zweck, unliebsame Bankenkonkurrenten aus dem Weg zu räumen und die Vorherrschaft von JPM im Bankensektor für die nächsten 100 Jahre zu sichern. Wenn JPM-CEO James Dimon sagt, dass eine "Bilanz wie eine Festung" sein müsse, so heisst dies nicht, dass diese solide ist, sondern lediglich, dass niemand hinter die Festungsmauern blicken kann.»
  • Artur P. Schmidt: Führt der faktische Bankrott des Empires zu erneutem Pfund-Crash?
    Wenn es einen Indikator dafür gibt, dass es der englischen Wirtschaft nicht gut geht, dann braucht man sich nur die Finanzsituation der englischen Pubs anzusehen: Viele der Trinkanstalten stehen vor einem finanziellen Scherbenhaufen. Kreditengpässe, zunehmende Arbeitslosigkeit und das Rauchverbot sorgen für einen Exodus der urenglischen Kneipen.
  • Artur P. Schmidt: Applaus, Applaus, die Luft muss raus!
    «Das Ausmass der Krise hätte verhindert werden können, wenn das Schuldenmachen im grossen Stil schon vor 20 Jahren unterbunden worden wäre. Es war Greenspans eklatante Fehleinschätzung, Blasen nicht durch eine zielgerichtete Zinssteuerung aufzulösen, sondern – um Wachstum auf Teufel komm raus sicherzustellen – deren Platzen durch die Schaffung neuer Bubbles mit viel zu tiefen Zinsen abzufedern.»
  • Artur P. Schmidt: Willkommen im ökonomischen Winter!
    «Mit einem in Trümmern liegenden "Schatten-Bankensystem", das über den Bailoutmodus die kriminellen Machenschaften der Finanzinstitute deckt, ist Amerikas Wirtschaft nicht zu gesunden. Die Konsumenten brauchen permanent die Sauerstofflasche in Form von neuen Krediten, die jedoch immer schwerer zu beschaffen sind.»


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