Börse CH Handelsverlauf | Mittwoch, 10. März 2010 13:15 | 76421

Zürich - Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Mittwoch zum Mittagsstunde etwas leichter. Der SMI konnte das in den ersten Handelsminuten erreichte Jahreshoch nicht lange halten. Um die jüngsten Kursgewinne nachhaltig auszuweiten, fehle es einfach an Impulsen, sagten Händler. Vor allem die Pharmaschwergewichte litten unter Gewinnmitnahmen.



CH-Verlauf: Knapp unter Vortageswert - Pharmawerte belasten

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Die Nachrichtenlage präsentiere sich eher ausgedünnt, weshalb es zu verschiedenen Spezialsituationen nach Analystenkommentaren komme.

Im Fokus der Anleger stehen die Aktien des Rückversicherers Swiss Re, nachdem dieser Angaben zur Schadensbelastung aus dem Erdbeben in Chile und dem Wintersturm Xynthia gemacht hat. Da am Nachmittag auch keine richtungsweisen Konjunkturdaten aus den USA anstehen, richte sich der Blick schon einmal auf den Handelsstart an der Wall Street, hiess es weiter.

Das Blue-Chips-Barometer SMI sinkt bis um 12 Uhr um 0,10% auf 6'861,29 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) steigt derweil leicht um 0,04% auf 1'047,07 Zähler, während der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,08% auf 5'963,60 Punkte nachgibt.

Swiss Re (-0,3%) haben ihre frühen Verluste deutlich reduziert. Der Rückversicherer hat am Morgen erste Angaben zur Schadensbelastung aus dem Erdbeben in Chile und dem Wintersturm Xynthia in Europa gemacht. Mit insgesamt 640 Mio CHF muss Swiss etwas mehr als von Analysten erwartet tragen. Es sei nicht auszuschliessen, dass der Betrag noch nach oben korrigiert werden muss, meinen Experten. Allerdings sei zu berücksichtigen, dass der Valor bereits am Folgetag des Erdbebens in Chile an Terrain eingebüsst hatte.

Bâloise (Aktie: +1,6%) profitieren von einer Ratingerhöhung durch Keefe, Bruyette & Woods auf "Outperform". Der zuständige Analyst attestiert dem Titel im Vorfeld der Ergebnispublikation ein Aufwärtspotenzial von 36%, die Aktien seien daher einen Kauf wert.

Freundlich tendieren auch die Bankenwerte, unterstützt von den Vorgaben des US-Bankenindex vom Vortag. So gewinnen Credit Suisse 0,8% und Julius Bär 1,1%. UBS hinken mit minus 0,1% etwas hinterher.

Gerade in den Vermögensverwaltern sei wieder ein steigendes Momentum zu beobachten, sagten Marktteilnehmer. Sarasin steigen im breiten Markt um 0,4% und Vontobel um 0,8%. Beobachter sind überzeugt, dass die Gewinner der anstehenden Konsolidierung gestärkt aus dem Rennen gehen werden.

Novartis büssen 0,4% ein. Der Pharmakonzern kündigte am Morgen die Aufnahme von 5 Mrd USD am Anleihemarkt an. Die Mittel werden zur Refinanzierung der Alcon-Akquisition sowie für allgemeine Geschäftszwecke verwendet. Händler sprechen von sehr günstigen Konditionen für Novartis. Roche verbilligen sich in Folge von Gewinnmitnahmen um 0,9%.

Actelion büssen 0,1% ein. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat von dem Pharmakonzern ergänzende präklinische und klinische Informationen bezüglich der Indikationserweiterung für das Medikament Zavesca verlangt. Damit sei Actelion ein weiteres Mal gebremst worden, sagten Beobachter. Der positive Newsflow lasse weiter auf sich warten.

Nach den jüngsten Gewinnmitnahmen erholen sich die Nestlé-Papiere wieder um 0,3%.

Auf eine Rückstufung durch ING reagieren die Papiere des Zementkonzerns Holcim (-0,4%). Das Aktienresearch der Bank hat in einer Branchenstudie seine Gewinnprognosen und die Anlageratings für die europäischen Baustoffkonzerne überarbeitet. Gewinne schreiben hingegen die Inhaber verschiedener anderer zyklischer Aktien wie Adecco (+1,3%), Richemont (+1,4%) und Swatch (+0,9%).

Im breiten Markt haben Bossard (+4,0%), Swisslog (-6,6%) und Ascom (-1,3%) die Jahreszahlen vorgelegt.

Die Gewinnzahlen des Schraubenhändlers Bossard lagen nach Ansicht von Analysten deutlich über den Erwartungen. Besonders erfreulich habe sich die die Bilanz entwickelt. Das Ergebnis von Swisslog wird als "solide" gewertet, allerdings veranlasse der zu Schätzungsreduktionen für das laufenden Jahr. Der hohe Auftragseingang gebe erst wieder für das Jahr 2011 zur Hoffnung Anlass. (awp/mc/pg/18)



• SIX Swiss Exchange


  • Bossard 2009: Reingewinn mehr als halbiert
    Zug - Die Bossard Holding AG hat im Geschäftsjahr 2009 mit allen Kennzahlen markant schwächer abgeschnitten als im Vorjahr. Trotz eines Umsatzeinbruchs um knapp einen Drittel blieben die Gewinnziffern, die sich etwas mehr als halbierten, klar im positiven Bereich. Entsprechend des Gewinnrückgangs wurde auch die Dividende reduziert.
  • Ascom: Konzerngewinn nach Neuausrichtung höher
    Bern - Die zur Ascom Holding AG gehörende Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 ein Umsatzplus erzielt und den Konzerngewinn deutlich steigern können. Im Vorjahr hatte die Devestition mehrerer Bereiche die Erfolgsrechnung belastet. Das Geschäftsmodell habe sich in der schweren Rezession bewährt, bilanziert nun die Unternehmensführung.
  • Roche: Evotec berichtet über Fortschritte bei Wirkstoffentwicklung
    Hamburg - Das Hamburger Biotechnologie-Unternehmen Evotec kommt nach eigenen Angaben bei der Entwicklung eines Wirkstoffes gegen Depressionen in Zusammenarbeit mit Roche voran. Evotec habe zwei wichtige Meilensteine in der Allianz mit Roche in der Indikation "behandlungsresistente Depression" erreicht, teilte das im TecDax notierte Unternehmen mit.
  • Swisslog büsst 2009 17,3 Prozent Umsatz ein
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  • Solar-Abkommen von Accel Energy AG
    Zumikon - Die Accel Energy AG hat mit dem US-Unternehmen SunPort Industries ein langfristiges Abkommens vereinbart. Gegenstand dieser Vereinbarung sei die Technologie und Herstellung eines neuen Oberlichts, das alternative Energie nutzt. Die Rechte für die Herstellung in China und den weltweiten Vertrieb seien gesichert.
  • SNB erhöht BIP-Wachstumsprognose 2010 auf 1 Prozent
    Bern - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) rechnet im laufenden Jahr mit einer Erholung der Wirtschaft. Sie erwartet ein BIP-Wachstum von rund 1 Prozent, wie die Notenbank in ihrem Rechenschaftsbericht an die Bundesversammlung schreibt. Vor drei Monaten hatte die SNB für 2010 noch ein BIP-Wachstum um 0,5 bis 1,0 Prozent in Aussicht gestellt.
  • KOF: Zuversicht der Wirtschaftsexperten steigt
    Zürich - Die von der KOF befragten Wirtschaftsexperten haben ihre Prognosen für 2010 abermals nach oben korrigiert. Zudem gaben sie erstmals eine Schätzung für das Wachstum im nächsten Jahr ab. Für 2010 gehen sie von einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 1,2 Prozent aus, gegenüber 0,8 Prozent in der Dezember-Umfrage.
  • Aktienfokus Swiss Re: Kosten für Naturkatastrophen belasten
    Zürich - Die Aktien von Swiss Re haben am Mittwoch nach einem sehr schwachen Beginn bis um 11 Uhr die Kursverluste deutlich abgebaut. Der Rückversicherer gab heute Morgen bekannt, dass für die Naturkatastrophen in Chile und Europa von Ende Februar insgesamt rund 600 Millionen Dollar an Schadenbelastungen anfallen werden.
  • EU-Verlauf: Überwiegend leichte Gewinne
    Paris - Die wichtigsten europäischen Börsen haben sich am Mittwoch nach einem kaum veränderten Start überwiegend ins Plus vorgearbeitet. Zu den Sektoren mit den grössten Gewinnen zählte vor allem die Rohstoff- und Minenbranche. Der EuroStoxx 50 stieg bis zur Mittagszeit um 0,25 Prozent auf 2.887,83 Punkte. Der Cac 40 gewann in Paris 0,27 Prozent auf 3.920,45 Zähler.


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