COO-Interview Stellenmarkt Online | Donnerstag, 13. August 2009 | 66680

"Die Verschiebung Print zu Online wird langsam aber sicher fortschreiten; so hat der Publicitas Stellenindex im laufenden Jahr zwischen Januar und April um 15 Prozent abgenommen, im gleichen Zeitraum verliert der Jobpilot Index, welche die Entwicklung des Schweizer Stellenangebots im Internet misst, nur 10 Prozent."



Yves Mäder, COO Stellenmarkt Online, Tamedia

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 Yves Mäder, COO Stellenmarkt Online, Tamedia
 

von Radovan Milanovic

Welche Entwicklung hat Alpha.ch bis heute durchlaufen?

Alpha.ch wurde 2006 als der Schweizer Online-Kadermarkt gelauncht und hat sich seither zum führenden Anbieter in diesem Segment entwickelt.

Wie ist Alpha.ch organisiert?

Alpha.ch wird durch das Team des Stellenmarkts Online von Tamedia betreut. Hauptaufgabe des Teams ist der Verkauf, das Marketing und die ICT.

Welches sind Ihre Aufgaben bei Alpha.ch?

Ich leite den Bereich Stellenmarkt Online bei Tamedia; dieser umfasst Jobwinner (www.jobwinner.ch), Alpha (www.alpha.ch), die Tamedia Beteiligung an Jobsuchmaschine (www.jobsuchmaschine.ch) sowie – falls von der WEKO genehmigt - Jobup.ch (www.jobup.ch), die grösste Stellenplattform in der Westschweiz.

Mit welchen Umsatzzahlen und welchem Wachstum gehen Sie bei Alpha.ch aus? Welches sind Ihre Hauptkonkurrenten, mit welchen Marktanteilen?

Umsatzzahlen geben wir keine bekannt. Alpha.ch geniesst eine sehr grosse Bekanntheit, sicherlich auch dank des gut etablierten Printproduktes Alpha, das jeweils am Wochenende Tages-Anzeiger und SonntagsZeitung beiliegt. Wir verfolgen eine klare Qualitätsstrategie mit Alpha.ch und sind sehr strikt bezüglich Zulassung von Inseraten.

Wie haben sich die Marktanteile der Stellenanzeigen zwischen den Printmedien und den Internetportalen verschoben? Um welche Zahlengrössen handelt es sich?

Die Verschiebung Print zu Online wird langsam aber sicher fortschreiten; so hat der Publicitas Stellenindex zwischen Januar und April 2009 um 15% abgenommen, im gleichen Zeitraum verliert der Jobpilot Index, welche die Entwicklung des Schweizer Stellenangebots im Internet misst, nur 10%. Somit leiden die online Stellenausschreibungen in der Krise ein bisschen weniger als die Printmedien – aber sie spüren den Rückgang ebenfalls.

„Ich denke, dass es weiterhin einen Markt für die Print Stellenanzeigen geben wird, insbesondere starke Produkte wie Alpha, die eine klare Positionierung haben, werden auch in Zukunft eine Daseinsberechtigung haben.“ 

Die Anzeigenpreise sind bei den Printmedien unvergleichbar höher als bei den Internetportalen. Aufgrund des Trends hin zum Internetmarkt erhalten die Printmedien zu Lasten der Internetwerbung immer weniger Inserateneinnahmen, während die Fixkosten nur beschränkt heruntergefahren werden können. Wie begegnen Sie diesem Umstand?  

In dem wir die Vorteile des Internets nutzen: Skalierbarkeit und effiziente Prozesse, die weniger manuelle Eingriffe benötigen.  

Geben Sie der gedruckten Ausgabe von Alpha noch Zukunft?

Ich denke, dass es weiterhin einen Markt für die Print Stellenanzeigen geben wird, insbesondere starke Produkte wie Alpha, die eine klare Positionierung haben, werden auch in Zukunft eine Daseinsberechtigung haben. Mit Alpha erreichen Sie beispielsweise Führungskräfte am Wochenende am Frühstücktisch, die vielleicht gar nicht aktiv auf Stellensuche sind. Das wird immer einer attraktive Zielgruppe bleiben.

Aufgrund des wirtschaftlichen Umfeldes haben insbesondere die Anzahl Kaderstellen, Ihre Hauptinseratengruppe, deutlich abgenommen. Wann erwarten sie eine Erholung des Stellenmarktes?

Der Kadermarkt reagiert in der Tat noch heftiger und rascher als der Stellenmarkt für die übrigen Stellen. Auch was die Erholung betrifft, wird diese eher später einsetzen als im Breitensegment; daher stellen wir uns auf ein herausforderndes 2010 ein.

[1] 2 Fortsetzung...




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