Gert Lang, CEO Worldsoft

Gert Lang, CEO Worldsoft.

von Radovan Milanovic
Die Worldsoft AG wurde am 1. September 2000 gegründet und hat sich in der Zwischenzeit zur grössten Internet-Agentur mit mehr als 20.000 Kunden entwickelt. Was ist der Grund für diesen überzeugenden Erfolg?
Wir konzentrieren uns auf Firmen und verhelfen durch unsere Dienstleistungen zu einem marketing-orientierten Internetauftritt. Wir haben einen gewaltigen Markt, da laut aktuellen Umfragen 50 % der Unternehmen die bereits einen Internetauftritt haben, keinen Umsatz damit machen. Worldsoft macht nicht nur günstige und professionelle Websites, sondern auch Marketing-Beratung um mehr Umsatz und Gewinn mit dem Internet zu erreichen. Die notwendigen Marketing-Tools liefern wir mit unseren Worldsoft-Programmen auf ASP-Basis gleich mit. Wir verstehen uns nicht als Hosting- oder Softwarefirma, sondern als Marketingberater für unsere Kunden in Bezug auf die Möglichkeiten im Internet.
Als nichtkotiertes Unternehmen veröffentlichen Sie keine Geschäftszahlen. Können Sie trotzdem einige Finanzdaten bekannt geben?
Der offizielle Steuerwert der Worldsoft AG betrug 2008 das 27,71-fache des Nennwertes des Aktienkapitales.
Das Aktienkapital Ihrer Unternehmung beträgt 300.000 CHF. Das relativ tiefe Eigenkapital im Verhältnis zum starken Wachstum bedeutet, dass Sie durch hohes Cash-Flow Ihre Investitionen – zumindest grösstenteils – selbst finanzieren. Mit anderen Worten, Worldsoft dürfte überkapitalisiert sein. Planen Sie Firmenkäufe? Allenfalls ausserhalb Ihres Kerngeschäftes aus Diversifikationsgründen?
Unser Wachstum wurde und wird aus dem Betriebsergebnis finanziert. Ausserhalb unseres Kerngeschäftes werden wir nicht investieren. Ich kenne nicht viele Firmen bei denen sich Diversifikation bewährt hätte. Wir bauen lieber unseren Service weiter aus: Ab 1. September 2009 eröffnen wir eine Tochtergesellschaft in Glattbrugg – die Worldsoft Services AG. Geplant ist dort innerhalb eines Jahres 25 neue Arbeitsplätze für Kundensupporter, Webdesigner, Grafiker und Webmaster zu schaffen.
Das Kapital von Worldsoft ist in 30 Mio. Namenaktien unterteilt. Dabei halten Sie und der zweite Gründer, Helmut J. Ament (COO) 92% der Aktien, 8% befinden sich in Streubesitz. Auf Ihrer Webseite erwähnen Sie, dass die „Aktien der Worldsoft AG noch nicht über die Börse gehandelt werden“. Rückt eine Kotierung Ihrer Aktien näher? Welche Bedingungen müssten erfüllt sein, damit Sie sich für diesen Schritt entschliessen?
Ein IPO macht Sinn, wenn wir für ein schnelleres Wachstum mehr Kapital benötigen, als wir durch unseren Cash-Flow mobilisieren können. Oder wenn Herr Ament oder ich aus Altersgründen einen Exit ins Auge fassen würden. Beides ist im Moment noch nicht aktuell.
Planen Sie und Herr Ament nach einer Kotierung weiterhin die Mehrheit von Worldsoft AG zu halten?
Wir würden die Mehrheit am Unternehmen behalten, wenn wir den IPO aus Kapitalgründen machen würden. Bei einem Exit würden wir gerne noch eine Beteiligung am Unternehmen behalten, würden aber keine Mehrheit mehr haben wollen.
„Viele KMU’s haben im Moment „Hallo, da bin ich“-Websites ohne Focus auf das Marketing. Hosting für eine Website zu bezahlen die nichts bringt, ist rausgeworfenes Geld.“ Gert Lang, CEO Worldsoft
In Anlehnung an Microsoft deutet der Name Worldsoft auf eine globale Ausdehnung des Geschäftes hin. Nachdem Sie erfolgreich von der Schweiz ausgehend in Deutschland Österreich Fuss gefasst haben, haben Sie nach Osteuropa expandiert und decken jetzt praktisch ganz Europa ab. Konzentrieren Sie Ihre Tätigkeiten auf Europa oder planen Sie Ihr Tätigkeitsgebiet nach der Sättigung des europäischen Marktes weiter auszudehnen, wie es der Name Worldsoft suggeriert?
Wir lehnen im Moment viele Anfragen aus dem Ausland ab. Wir sind im Moment voll ausgelastet mit den Ländern, in denen wir bereits tätig sind und wir haben noch ein grosses Potenzial in diesen Ländern zu wachsen. Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir auch andere Kontinente erobern um unserem Namen weiterhin gerecht zu werden. Nomen et Omen.
Sie bieten ähnliche Dienstleistungen wie 1&1 in Deutschland mit ihrer aggressiver und kostspieliger Werbung an. Was ist der Unterschied zwischen 1&1 und Ihnen? Wieso sollte ein Kunde Ihre Dienstleistungen vorziehen?
1 & 1 bietet Hosting an. Der Kunde muss sich einen Webmaster suchen oder die Website selbst machen. Er muss sich mit Internet-Marketing auskennen und geeignete Programme dafür kaufen. Wir bieten unseren Kunden alles aus einer Hand: Hosting, Gestaltung der Website, Support, Werbestrategie und Online-Programme die begeistern. Unsere Kunden erzielen durch unsere Beratung im Internet mehr Umsatz und Gewinn. Viele KMU’s haben im Moment „Hallo, da bin ich“-Websites ohne Focus auf das Marketing. Hosting für eine Website zu bezahlen die nichts bringt, ist rausgeworfenes Geld. Egal wie hoch der Betrag ist. Eine Firma ist gut beraten, wenn sie zu Worldsoft geht. Wir sind Marketing-Spezialisten und helfen im Internet Geld mehr zu verdienen. Und das ist nicht so teuer wie viele vielleicht denken. Wir bieten Full-Service schon für 99 Euro im Monat, inklusive Beratung, ASP-Miete, GRATIS-Website-Erstellung und laufenden Support.
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