IT/Sourcing News | Donnerstag, 28. Mai 2009 update 18:43 | 63947

Bern - Mit einer superprovisorischen Verfügung hat das Bundesverwaltungs-Gericht die Vergabe eines Bundesauftrags für 42 Mio CHF an Microsoft gestoppt. Davon nicht betroffen sind Leistungen, die zum Funktionieren der Bundesinformatik nötig sind. Diese Leistungen dürfe das bei der Beschaffung federführende Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) weiterhin von Microsoft beziehen.



Gericht stoppt 42-Millionen-Auftrag des Bundes an Microsoft

63947img
 Millionenauftrag der Bundesverwaltung voreilig an Microsoft vergeben?
 

Dies teilte das Bundesverwaltungsgericht am Donnerstagnachmittag mit. Materiell entschieden ist noch nichts. Gegen die Vergabe hatte eine Gruppe von Open-Source-Anbietern Beschwerde eingereicht. Sie bemängelten, der Auftrag sei nicht öffentlich ausgeschrieben worden.

Freihändige Auftragsvergabe
Der 3-Jahres-Auftrag im Umfang von rund 42 Mio CHF war vom Bundesamt für Bauten und Logistik im freihändigen Verfahren an Microsoft vergeben worden, wie dem Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 1. Mai zu entnehmen ist. Der Auftrag beinhaltet unter anderem eine Verlängerung der Lizenzen, Wartung und Support.

Open-Source-Community verärgert
Dass keine öffentliche Ausschreibung stattfand, löste bei den Open-Source-Anbietern heftigen Unmut aus. 18 Dienstleister aus diesem Umfeld schlossen sich in der Folge zu einer Gemeinschaft zusammen, die beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde einreichte. (awp/mc/ps/25)



• Bundesamt für Bauten und Logistik

• Microsoft


  • CH-Schluss: Abwärtstrend hält an
    Zürich - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag erneut an Terrain eingebüsst. Damit findet die am vergangenen Freitag eingeleitete Konsolidierung eine Fortsetzung, ist der SMI doch zum vierten Mal innert der vergangenen fünf Handelstage gesunken, an einem insgesamt allerdings ereignislosen Handelstag. Belastet waren vor allem die Finanzwerte.
  • US-Computerbauer Dell mit Gewinneinbruch
    Round Rock - Der weltweit zweitgrösste Computerbauer Dell Computer leidet massiv unter dem globalen Einbruch des PC-Marktes. Der Gewinn des US-Konzerns stürzte im vergangenen Geschäftsquartal um 63 Prozent auf 290 Millionen Dollar (209 Mio Euro) ab. Dabei belasteten Dell auch hohe Einmalkosten für den Konzernumbau.
  • Yahoo: Bis zu 700 Mio Dollar Einsparungen durch Microsoft-Deal
    New York - Eine mögliche Zusammenarbeit mit dem Softwarekonzern Microsoft bei Suchmaschinen könnte dem Internet-Portal Yahoo! Kosteneinsparungen von rund einer halber Milliarde US-Dollar einbringen. Sie rechne aber mit nicht viel mehr als 500 bis 700 Millionen Dollar, sagte die Yahoo!-Chefin Carol Bartz während einer Investorenkonferenz in New York.
  • Microsoft rechnet bei "Cloud Computing" mit kleineren Margen
    Palo Alto - Der Software-Konzern Microsoft rechnet beim sogenannten "Cloud Computing" mit geringeren Margen als in seinem bisherigem Softwaregeschäft. "Die Margen bei Service sind nicht wie die Margen bei Software, es (Cloud Computing) wird unseren Gewinn und Umsatz steigern, aber wir werden nicht die Margen erzielen".


Print Email


Und ausserdem...


Green World Dossier