Edelmetall-Flash | Mittwoch, 19. November 2008 | 56129

Zürich - Die Situation an den Edelmetallmärkten beruhigte sich im November deutlich. In den letzten zwei Wochen liess das Kundeninteresse stark nach und das Auftragsvolumen sank deutlich.



Edelmetall-Flash: Lieferschwierigkeiten am physischen Markt grösstenteils behoben

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Die Lieferschwierigkeiten am physischen Markt konnten grösstenteils behoben werden, obwohl bei den Münzen für grössere Mengen noch immer Wartezeiten bestehen. Verkaufsdruck gab es von Hedge-Fonds welche zwangsliquidiert werden oder ihre fremdfinanzierten Engagements runterfahren müssen.

Der Goldpreis pendelte in der Tradingrange zwischen 710 und 770 USD pro Unze und scheint auf diesem Niveau Boden gefunden zu haben. Private Investoren scheinen verunsichert zu sein, da sich der Goldpreis trotz der andauernden Finanzkrise nicht weiter verteuerte. Zieht man die zwanzigprozentige Aufwertung des USD, sowie den starken Rücksetzer des Ölpreises in Betracht, relativiert sich das Ganze und man kann von einer relativen Stärke von Gold sprechen. Das Gold/Oil-Ratio nähert sich mit 13.70 wieder dem historischen Durchschnitt von ca 15, nachdem es im Sommer einen Tiefstpunkt von unter 7 erreicht hatte.

China dürfte 2008 der grösste Goldproduzent der Welt werden
Die Goldproduktion in Südafrika sank im Jahresvergleich um 17.7 Prozent. China dürfte 2008 angesichts dieser Entwicklung der grösste Goldproduzent der Welt werden. In den ersten neun Monaten dieses Jahres stieg die Produktion China’s um über vier Prozent auf fast 200 Tonnen. Seit 1905 war Südafrika ununterbrochen als Nummer eins in den Statistiken aufgeführt worden Viele Minen dürften die Finanzkrise nicht überleben, was sich in den nächsten Jahren negativ auf die Welt-Produktion auswirken dürfte und notabene zu steigenden Preisen führt. Grössere Minen haben teilweise ihre Ausbringung stark zurückgefahren, um einerseits Kosten zu sparen und anderseits einem weiteren Verfall der Preise entgegenzuwirken.

Europäer verkaufen Gold
Gemäss lokalen Zeitungsberichten wurde in Saudiarabien in den letzten drei Wochen Goldinvestionen in der Höhe von 3.5 Mrd USD getätigt. Laut einer Analyse des World Gold Council (WGC) hat Venezuela ihre Goldreserven auf aktuell 357 Tonnen erhöht. Russland und Argentinen treten ebenfalls als Käufer auf, während die europäischen Staaten (ausser BRD) nach wie vor als Verkäufer agieren. Die Goldreserven der EZB fielen in der Woche bis zum 14. November um 10 Millionen EUR. Laut der chinesischen Zeitung „Guangzhou Daily“ will Chinas Zentralbank ihre Goldreserven von aktuell 600 Tonnen auf 4'000 Tonnen erhöhen. Chinas Forex-Reserven belaufen sich auf 1.9056 Billarden USD!

Optimismus für Platin und Palladium
Die Analysten der UBS sind grundsätzlich optimistisch für Platin und Palladium. Für Platin wird eine Preisrange zwischen 700 und 1400 USD pro Unze für die nächsten sechs Monate angegeben. Es wird aber klar betont, dass bei weiterem negativem Wirtschafts-Wachstum die weissen Metalle weiterhin Mühe bekunden werden. Beim ersten Licht am Ende des Rezessions-Tunnels dürfte man mit Rohstoff-Engagements überproportional profitieren können.

(Incore/mc/hfu)




• Incore


  • EU-Ausblick: Sehr schwach - Tiefrote Vorgaben belasten
    Paris - Tiefrote Kurstafeln in New York und Tokio lassen für die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag ebenfalls deutliche Verluste erwarten. Der Future auf den EuroSTOXX 50 deutet auf eine um 3,52 Prozent tiefere Eröffnung hin.
  • EU-Eröffnung: Sehr schwach nach tiefroten Vorgaben
    London - Tiefrote Kurstafeln in New York und Tokio haben die europäischen Börsen am Donnerstag deutlich unter Druck gesetzt. Der EuroSTOXX 50 verlor 2,85 Prozent auf 2.230,03 Punkte. Der Londoner FTSE 100 fiel um 1,42 Prozent auf 3.948,79 Punkte, und der französische CAC-40-Index verzeichnete Abschläge von 2,88 Prozent auf 2.998,99 Zähler.


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