Schaffner | Freitag, 30. Dezember 2005 07:58 | 11623

Der Testgeräte- und Komponentenhersteller Schaffner hat ein schwieriges Geschäftsjahr 2004/05 hinter sich. Nur knapp konnte sich die Gruppe in der Gewinnzone halten. CEO Fritz Gantert erklärt im Moneycab-Interview die Gründe für das Ergebnis sowie seine Erwartungen für das neue Geschäftsjahr. Ausserdem bezieht Gantert Stellung zu Kritik und zur zunehmenden Konkurrenz aus dem asiatischen Raum.



Fritz Gantert, CEO Schaffner: "Kritik ist derzeit unvermeidbar"

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 Fritz Gantert, CEO Schaffner Gruppe
 

Moneycab: Herr Gantert, als CEO der Schaffner Gruppe dürften Sie mit dem Geschäftsjahr 2004/05 kaum zufrieden sein. Schaffner konnte sich nur knapp in der Gewinnzone halten, der EBIT halbierte sich nahezu, der Umsatz war ebenfalls rückläufig. Worauf ist dieses Ergebnis zurückzuführen und wie schätzen Sie es ein?

Fritz Gantert: Mit dem erzielten Resultat sind wir nicht zufrieden. Ein deutlich unterdurchschnittliches erstes Semester konnte trotz einem guten 2. Semester nicht kompensiert werden. Der Rückgang im ersten Semester des letzten Geschäftsjahres ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, sowohl marktseitig als auch kostenseitig. Stichworte hierzu sind verschärfte Sicherheitsbestimmungen im Bereich der Elektronikproduktion wie auch eine generell verhaltene Nachfragesituation.

Wenn Sie sich die verschiedenen Sektoren ansehen - mit welchen Bereichen sind Sie zufrieden, mit welchen nicht?

Strategiekonform bei den weitergeführten Aktivitäten (Components) haben sich unsere Tätigkeiten im stark wachsenden Absatzmarkt Asien und im traditionell wichtigen Markt Europa, insbesondere Deutschland, entwickelt. Auch das Start up Segment Automotive hat unsere hohen Erwartungen erneut erfüllt.

"Für den in Irland domizilierten Teilbereich Power Electronic steht, wie bereits kommuniziert, eine Absichtserklärung mit einer US-Investorengruppe kurz vor der Unterzeichung." Fitz Gantert, CEO Schaffner Gruppe

In der Division Testsystems ist es zwar gelungen, den operativen Verlust deutlich zu reduzieren, aber auch der Umsatz ist eingebrochen. Was für Schritte führten im Rahmen der Neuausrichtung zum vorliegenden Resultat?

Der Umsatzrückgang ist die Konsequenz des Entscheides, sich auf profitable Segmente und Produkte zu fokussieren. So wurden vor allem im Bereich des Projektgeschäftes Aufträge nur selektiv angenommen.

Die Sparte Testsystems steht zum Verkauf. Wie weit sind die Veräusserungs-Pläne gediehen?

Die Devestitionsaktivitäten werden mit sehr hoher Priorität vorangetrieben. Für den in Irland domizilierten Teilbereich Power Electronic steht, wie bereits kommuniziert, eine Absichtserklärung mit einer US-Investorengruppe kurz vor der Unterzeichung.

Der Umsatzanteil des Automobilsektors hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 12 % stabilisiert. Sie rechnen für das laufende Geschäftsjahr mit einer strategiekonformen Entwicklung mit zweistelligen Wachstumsraten. Worauf stützt sich diese optimistische Einschätzung?

Im Bereich der Components (weitergeführte Aktivitäten) werden wir wiederum zweistellig wachsen. Unter anderem beginnt im neuen Geschäftsjahr die Volumenproduktion unserer Bauteile für die Pneudruck-Messsysteme eines grossen amerikanischen Fahrzeugherstellers.

Umsatzmässig war auch 2004/05 der Bereich Industrieelektronik der grösste Sektor. Der Anteil wurde von 34 auf 35 % gesteigert. Welche Entwicklung erwarten Sie in diesem Sektor im laufenden Jahr?

Wir haben seit mehreren Jahren im Bereich Industrieelektronik einen Umsatzanteil von rund 35 Prozent; dieser wird auch dieses Jahr anteilmässig stabil bleiben.

[1] 2 Fortsetzung...


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