HVB rutscht wegen Finanzkrise in die roten Zahlen
Finance News - Donnerstag, 8. Mai 2008 09:50
München - Die HypoVereinsbank (HVB) ist im ersten Quartal wegen der Finanzkrise in die roten Zahlen gerutscht. Millionenschwere Abschreibungen auf strukturierte Wertpapiere führten zu einem Verlust vor Steuern von 318 Millionen Euro.

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Dies teilte die UniCredit-Tochter am Donnerstag in München mit. Im Vorjahreszeitraum waren noch 1,105 Milliarden Euro Gewinn erwirtschaftet worden. Unterm Strich blieb ein Verlust nach Steuern von 282 Millionen Euro nach 793 Millionen Überschuss ein Jahr zuvor.

Investmentbanking-Sparte tiefrot
"Im ersten Quartal 2008 hat die Finanzmarktkrise durch die weitere Ausweitung der Kreditspreads auch bei uns deutliche Spuren hinterlassen, die zu Wertkorrekturen in unseren strukturierten Kreditportfolios geführt haben", sagte Vorstandschef Wolfgang Sprissler laut der Mitteilung. Vor allem die Investmentbanking-Sparte rutsche dadurch tief in die roten Zahlen. Rund 500 Millionen Euro an Belastungen fielen allein bei ABS-Papieren an, mit denen sich bereits die IKB verspekuliert hatte. Auch Zins- und Provisionsüberschuss gingen zurück.

"Situation weiterhin sehr unsicher"
"Auch wenn es im April 2008 erste Signale einer Stabilisierung der Finanzmärkte gab, betrachten wir die Situation an den Finanzmärkten nach wie vor als sehr unsicher", sagte Sprissler weiter. Einen Ausblick für den Rest des Jahres wagte er nicht. Die Gesamtjahresentwicklung bleibe abhängig vom weiteren Verlauf der Finanzmarktkrise und sei daher schwer zu prognostizieren. (awp/mc/ps)

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